Samstag, 3. Januar 2015

Jahresprojekt 2015: Plastik vermeiden!

Wie ihr vielleicht wißt, nehme ich mir schon länger für jedes Jahr ein Projekt vor. Möglichst eins, das ich auch erreichen kann, das auch realistisch ist,  das gerade für  mich passt. 2013 war mein Jahresprojekt der Blog, 2014 wollte ich ein Buch schreiben. Beides habe ich gemacht und beides hat mich auch persönlich weitergebracht.
2015 möchte ich versuchen, weitgehend Plastik zu vermeiden. Auslöser dafür waren Infos und Nachrichten über Plastik und Plastikmüll,  die mich entsetzt haben. (Googelt mal dazu!) Wir vermüllen und vergiften wir unsere Umwelt durch den weitgehend gedankenlosen Einsatz von Plastik. Und wir vergiften auch uns selbst, beispielsweise indem die Weichmacher aus dem Plastik über unsere Nahrung in unsere Körper gelangen.


Deshalb fange ich einfach mal bei mir an und überlege, was kann ich bezüglich Plastik umstellen und auf was möchte ich (zumindest vorerst) nicht verzichten. Das heißt konkret: Es muss machbar sein (Zeitaufwand, Kosten, Ergebnisse), es muss familienverträglich sein und ich muss es auch auf Dauer durchhalten können und wollen. Auf jeden Fall ist es spannend und hat mir schon viele neue Erkenntnisse nur beim Informationen sammeln gebracht. Es ist auch nicht nur ein Thema zum Schlechten-Gewissen-machen, sondern ich merke erstaunlicherweise, dass es auch Spass macht und mein aktuelles Wohlgefühl verbessern hilft. Ich werde hier im Blog über meine kleinen Schritte im "Plastik vermeiden!"-Selbstversuch berichten.

In manchen Bereichen ist es ziemlich einfach, auf  Plastik zu  verzichten. Beispiel Plastik-Tragetasche: Alleine der Verbrauch an Plastik-Einkaufstaschen liegt in Deutschland laut Umweltbundesamt bei 65 Plastiktüten pro Kopf und Jahr. "Bundesweit führt das zu einer Nutzung von 5,3 Milliarden Plastiktüten im Jahr oder 10.000 Tüten pro Minute. Deutschland gehört neben Italien, Spanien und Großbritannien zu den absoluten Spitzenreitern beim Plastiktütenverbrauch. Allein in Berlin werden jährlich 227 Millionen neue Plastiktüten genutzt." (Quelle: Deutsche Umwelthilfe e.V.)
Dabei gibt es hier doch ganz einfachen Ersatz. Die gute alte Einkaufstasche, ein Korb oder eine Kiste  im Auto transportieren die Einkäufe mindestens genau so gut wie die Plastiktüte.  Das Problem hier ist (neben der Anschaffung), dass man die Tasche dabei haben muss, wenn man Einkaufen geht. Deshalb ist es praktisch, immer eine oder mehrere Taschen unterwegs dabei zu haben. Wenn die sich bei Nichtgebrauch ganz klein machen, umso besser.


Ich freue mich, dass ich mit meinem gehäkelten Einkaufsnetz bei Sonjas Aktion 12 Monate - 12 Taschen teilnehmen darf. Damit kann ich vielleicht noch andere davon überzeugen, auch Plastiktüten zu sparen, was bestimmt gut für mein Karma ist ;-)
Wenn ihr das Netz auch nachhäkeln wollt, könnt ihr hier die Anleitung dazu finden. Andere Anleitungen für Taschen werden bei Sonjas Aktion folgen.

Also: Plastiktüten-Einsparen ist denkbar einfach und kann wirklich ohne großen Aufwand umgesetzt werden. Bitte nachmachen!

Kommentare:

  1. Das versuche ich auch und war beim letzten Shopping Bummel mit riesen Taschen unterwegs und brauchte keine einzige Tüte :)
    Also lasst uns gemeinsam ein bisschen die Welt besser machen, ich bin dabei!
    liebe Grüße
    Michaela

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    1. Das ist toll! Gemeinsam die Welt verbessern wollte ich schon immer mal machen!! ;-)
      Liebe Grüße
      Jutta

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  2. Ich habe schon seit 10 Jahren immer ein kleines faltbares Stoffsackerl dabei... ich liebe die Gesichter der Verkäuferinnen, wenn ich sag einfach alles da rein... oder für Obst und Gemüse beim Gärtner, da kommt alles in einen Korb... wenn ich mal ein Plastiksackerl brauche habe ich die liebe Not und mein Mann und meine Kinder trauen sich auch keine mehr mit heim bringen :-D
    LG Birgit

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  3. Ja! Wir werden immer mehr und die Auswahl an plastikfreien Produkten wird langsam wieder größer. Eigentümlich finde ich, dass ich momentan Nudeln, Reis, Mehl und Waschmittel im normalen Supermarkt kaufe, dort bekomme ich es lose im Karton, während diese Dinge im Bioladen in Kunststoffverpackungen daher kommen. Bin gespannt auf deine Erfahrungen.
    lg Petra

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    1. Ich bin auch schon gespannt. Heute hörte ich, dass es bei Lidl lose Pistazien usw. gäbe. Schon verrückt!
      LG Jutta

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  4. Ein löbliches Projekt! Wir haben zwar noch stramme Plastiktaschen, aber das sind wiederverwertbare! Wir nehmen sie ja seit Jahren. Wir benutzen auch Körbe und ich habe in meinem Rucksack immer eine Stofftragetasche, die ich einsetze. Plastiktaschen mag ich gar nicht, die man wegwerfen muss.

    Wasser aus Plastikflaschen trinke ich so gut wie gar nicht, ich trinke Leitungswasser, das ist hier viel besser als das Flaschenwasser, es hat mich überzeugt. Wie ich allerdings beim Metzger vermeiden kann, dass das Zeug in Plastik eingetütet wird, weiß ich nicht - denn ich darf ja keine Behältnisse mitbringen wegen der Hygiene.

    Sigrun

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    1. Ja, das mit dem Metzger ist so ein Problem. Da hast du völlig Recht!
      LG Jutta

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  5. Hello! Guter Vorsatz, bin gespannt auf Deinen Erfahrungen. Als Family mit zwei Kindern versuchen wir auch schon länger, vermehrt darauf zu achten. Einkauf auf dem Markt oder das Benutzen von Stoffbeuteln sind Möglichkeiten. In Berlin gibts ja mittlerweile den Unverpackt - Laden, du kaufst quasi mit deinen eigenen Tupperdosen ein. Letztendlich benötigt es aber auch einfach strenge Gesetze seitens der Regierung, denn man darf nicht vergessen, wieviele Jobs alleine in der Verpackungsindustrie existieren. Machen wir es wie Frankreich - da ist der Verkauf von Plastiktüten und Produkten mit Weichmachern ab sofort verboten. ... Ich würde mir da seitens der (aktuellen) Regierung mehr Interesse und Durchsetzungsvermögen gegenüber der Wirtschaft wünschen....und solange machen wir einfach im kleineren Kreis weiter und sind ein gutes Vorbild. Dir ein gutes 2015.

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    1. Da sprichst du mir wirklich aus dem Herzen!
      LG Jutta

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  6. Liebe Jutta!
    Deine Anleitung ist sicher ein Schritt zum Plastiksackerl vermeiden.
    Plastik vermeiden geht bei uns im Haushalt auch über das Sackerl vermeiden hinaus. ZB hab ich im Bad einiges umgestellt (- Zahnpasta usw.), das Joghurt und Käse holen wir vom Bauern direkt. Marmelade und Sirup mach ich schon einige Jahre selber. Einige Baustellen haben wir allerdings immer noch.
    Danke für's mitmachen bei 12 Monate 12 Taschen 2015, auch wenn es ein wenig zwangsverpflichtet war.
    glg
    Sonja

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    1. Liebe Sonja, gar nicht zwangsverpflichtet, ich freu mich dabei zu sein!
      GlG Jutta

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  7. Mal abgesehen davon, dass das Netz einfach toll aussieht, finde ich es super,
    dass Du es nutzt, statt Plastiktüten zu nehmen.
    Zum Lebensmittel einkaufen nehme ich auch immer meinen eigenen Beutel mit und
    brauche deswegen nie Plastiktüten. Aber beim Shoppen vergesse ich solche Beutel oft!
    Das werde ich mir auf die Fahne schreiben!
    Liebe Grüße, Bine

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  8. Wir "tun" es seit einiger Zeit, wenn Du schauen magst => http://unserlebenohneplastik.blogspot.de/
    Viel Spass, ich finde das einen tollen Vorsatz für 2015. Es können gar nicht genug werden, die da mitmachen .-)). Ich kann nur sagen, es macht sogar eine Menge Spß!

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