Samstag, 18. Juli 2015

Ringelblumensalbe

Wenn es im Garten goldgelb blüht, ist es wieder Zeit, Ringelblumensalbe anzusetzen. Die Ringelblume, oder auch Calendula officinalis, ist seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. Schon Karl der Große hat sie in seinem Apothekergarten anbauen lassen, Hildegard von Bingen schätze ihr „Ringella“ über alles und noch unsere Großmütter zogen sie im Bauerngarten, um die Blütenblätter in ihrer Hausapotheke einzusetzen.

Die Ringelblumensalbe kann als fettreiche Allroundsalbe bei Verletzungen, Blutergüssen, Quetschungen, Ekzemen, Ausschlägen, Sonnenbrand, Flechten, Fußpilz, offenen Händen, Krampfadern, Geschwüren und auch Warzen eingesetzt werden. Sie wirkt entzündungshemmend, wundheilend und schmerzlindernd.

Das Original der Salbe wird mit Schweineschmalz oder Melkfett gekocht. Da das aber nicht mehr jedermanns Sache ist, zeige ich heute eine pflanzliche Variante davon.

eine Handvoll frische Ringelblumenblüten, 150 ml Pflanzenöl (z.B. Olivenöl, Mandelöl, Rapsöl), 30 g Bienenwachs, 10 Tropfen Lavendelöl

Die Ringelblumenblüten waschen und mit einem sauberen Küchenhandtuch trocken tupfen. Öl und Bienenwachs in einer kleinen Kasserolle erhitzen, bis das Wachs geschmolzen ist. Die Blüten etwas zerkleinern und in das heiße Öl geben. Unter Rühren bei möglichst kleiner Hitze 15 Minuten ziehen lassen. Das Öl sollte nun eine gelb-orange Färbung angenommen haben. Vom Feuer nehmen, etwas abkühlen lassen und Lavendelöl dazugeben. Das Lavendelöl verbessert den Duft der Salbe und verstärkt ihre Wirkung noch.

Das Öl durch ein engmaschiges Sieb abgießen und in kleine Glastiegel füllen. Die Tiegel mit Datum und Inhalt beschriften. Im Kühlschrank oder im kühlen Keller hält sich die Ringelblumensalbe mehrere Monate.




Auf dem Foto kommt die gelbe Farbe nicht gut raus. Vielleicht auch, weil die Salbe direkt aus dem zugegeben zur Zeit sehr kalten Kühlschrank kommt. ;-)


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei  Creadienstag und Meertje sehen.

Kommentare:

  1. Glücklich, wer so einen großen Garten hat, dass er sich die Ringelblumen direkt von da holen kann.
    Zu JeanPütz-Hobbythekzeiten habe ich auch viel Kosmetika selbstgemacht, aber irgendwann war ich es Leid meine Creme im Kühlschrank zu lagern umd immer einen Spartel zum Entnehmen zu benutzen, um die Keimzahl niedrig zu halten.
    Aber vertragen habe ich die Cremes immer prima und es hat auch Spaß gemacht, sie herzustellen.
    Ringelblumencreme liebe ich, bzw. meine Hände lieben sie.
    Schön, dass du eine Lanze brichst fürs Selbermachen.
    LG,
    Monika

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  2. Wow, was für eine tolle Idee! Ich kann mich noch erinnern, dass Ringelblumensalbe uns Kindern bei jedem Wehwehchen geholfen hat. ;-)
    Liebe Grüße,
    Sarah

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  3. Hallo,
    ich habe noch nie selber eine Creme hergestellt, aber das klingt gut. Leider scheitert es an den passenden Blümchen. *g*
    Tolle Fotos, das schaut richtig schön aus.
    Liebe Grüße
    Manu

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  4. Hallo,
    ich bin begeistert von deinem Blog.
    Eine Frage zur Creme. Ist es auch möglich Kokosöl anstatt der genannten Pflanzenöle zu benutzen?
    LG Susi

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    1. Hallo Susi, das habe ich noch nicht ausprobiert. Ich denke aber, da das Kokosöl bei Raumtemperatur fest wird, ist es eher nicht so geeignet.
      LG Jutta

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