Donnerstag, 8. August 2019

Baby-Stulpen



Vor allem bei Babys, die in einem Tragetuch getragen werden, sind Baby-Stulpen eine feine Sache. Keine Hosenbeine, die nach oben rutschen. Keine nackten Beinchen mehr. Wenn es warm oder kalt ist, kann man die Stulpen auch im Tragetuch an- oder ausziehen. Auf der Hose, ohne Hose, im Tragetuch, zum Strampeln auf der Krabbeldecke...


Stulpen aus Schafswolle finde ich besonders schön, denn Wolle hat erstaunliche Eigenschaften: Sie ist hautfreundlich, wärme- und feuchtigkeitsausgleichend, atmungsaktiv, schmutz- und wasserabstoßend, bis zu einem gewissen Grad selbstreinigend, wiederverwendbar und hundertprozentig biologisch abbaubar.Wählen Sie ein weiche Merinowolle, möglichst aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, damit die Stulpen nicht kratzig und unangenehm auf der Babyhaut sind. Bei der Wahl der Farbe oder des Musters ist natürlich erlaubt, was gefällt.

Die Größen sind: S für ein Neugeborenes, M ab ca. 3 Monate und L für Babies ab ca. 1 Jahr. Die Angaben für M und L sind in Klammern. Da Babys noch nicht genormt sind, können dies nur ungefähre Angaben sein. Passen Sie die richtige Größe eventuell an ihr eigenes Baby an.

Sie brauchen ca. 25 (40, 50) g Merinowolle und ein Nadelspiel in Stärke 4.0. Falls die Wolle, wie bei mir, im Strang vorliegt, vor dem Stricken die Wolle zum Knäuel wickeln.

28 (34, 40) Maschen elastisch anschlagen. Dann 6 (8, 10) Runden 1 Masche links, 1 Masche rechts abwechselnd stricken. Bei so wenigen Maschen nehme ich statt 5 Nadeln lieber 4, das verteilt sich besser.

Für den Schaft 12 cm (14, 18) nur rechte Maschen stricken. Dann wieder 6 (8, 10) Runden im Bündchenmuster (1 Masche links, 1 Masche rechts abwechselnd) stricken. Alle Maschen elastisch abnehmen. Die Fäden verwahren. Für die zweite Stulpe genauso verfahren.

Übrigens, Baby-Stulpen sind auch ein feines Geschenk!

Freitag, 24. Mai 2019

Leben mit den Hühnern

Nun sind wir schon im dritten Jahr Hühnerbesitzer. Nachdem wir durch Raubvögel einige Verluste hatten und die Hühner eine Zeit lang in einem auch oben gesicherten Auslauf halten mussten, dürfen sie seit dem Frühjahr wieder die ganzen 2000 Quadratmeter Wiese nutzen.

Mittlerweile haben wir noch ein paar neue Damen bekommen: 3 Sulmstaler. Das ist eine alte österreichische Haushuhnrasse, die  oben auf dem Kopf einen Federwuschel hat. Ein bisschen wie die Beatles. Sie sind nicht ganz so schön, dafür aber etwas schlauer und flugfreudiger als die Welsumer. Insgesamt vertragen sie  sich aber gut miteinander.




Ich "trainiere" die Hühner immer mal. Sie sollen kommen, wenn ich sie rufe, damit ich sie notfalls auch mal schnell einsperren kann. Dazu rufe ich "Ladies!" und klatsche in die Hände. Normalerweise kommen sie dann eiligst angelaufen. Das sieht immer total witzig aus. Zur Belohnung gibts dann  Toastbrotbröckchen. Mittlerweile fressen sie schon aus der Hand...



Raubvögel gibt es bei uns einige, manchmal kreisen 4 Stück gleichzeitig über unserem Garten. Bisher hatten wir aber keine neuen Vorfälle. Ich gehe auch bewußt das Risiko ein. Lieber ein glückliches kürzeres Hühnerleben als immer nur eingesperrt. Und dass die Hühner glücklicher sind, ist wirklich zu sehen. In ihrem ganzen Verhalten, die Federn und Kämme sind prächtig und die Eier sind einfach phänomenal. Die Dotter sind fast orange, der Geschmack unvergleichlich.

Unsere Tagesroutine geht jetzt so: Morgens geht die Hühnerklappe automatisch auf und die Hühner marschieren schon mal vom Hühnerstall raus ins Gehege. Hier steht auch immer frisches Wasser bereit. Sobald ich auf bin, öffne ich die Tür vom Gehege und lass die Hühner raus. Dann mach ich das Wasser frisch und streu noch eine halbe Schaufel Hühnerfutter (gemischtes Getreide) auf den Boden. Meist rennen die Hühner dann erst mal wieder ins Gehege, um die Körner zu fressen. Später spazieren sie dann durch den Garten und kratzen und scharren, staubbaden in einer selbstgescharrten Erdmulde oder liegen auch mal faul in der Sonne. Und natürlich legen sie auch mal ein Ei. Soweit ich das sehen kann, immer schön ins Legenest im Hühnerstall.

Abends hole ich dann die Eier, dabei kommen die Hühner schon und ich muss nur noch die Gehegetür schließen. Natürlich gibt es wieder eine halbe Schaufel Hühnerfutter.
Das war schon die ganze Arbeit. 5 Minuten täglich. Dazu kommt noch einmal die Woche den Stall saubermachen. Aber das dauert auch nur 5 Minuten. Die Hühner sind ja außer zum Eier legen und Schlafen den ganzen Tag draußen.

Fazit: Jeder, der einen Garten hat, kann Hühner halten. Es müssen nicht gleich 2000 Quadratmeter Wiese sein. Und wer sich wegen möglicher Urlaubsfahrten nicht anbinden will, der kann ja mit seinen Nachbarn ein Gemeinschaftsprojekt daraus machen, so wie wir. Man hat eine gute Verwertung für Essensreste, fast immer frische Eier und Spass macht es auch noch. Warum also nicht?