Sonntag, 24. September 2017

Herbst

Ich bin wieder da. Mein letzter Post war im März, seither ist viel im richtigen Leben passiert, was gelebt, erlebt und verarbeitet werden musste. Mein Vater ist gestorben, meinen Mann bei einer Wahl unterstützt (und gewonnen!), ein neues Buch geschrieben. Da war weder Zeit noch Idee zum Bloggen. Jetzt ist zwar immer noch nicht nur Ruhe eingekehrt, aber der Kopf ist doch wieder frei.

Heute melde ich mich zurück, einfach mal mit einer herbstlichen Collage aus meinem Tomatenbeet. Die Ernte ist wohl zu Ende, aber die restlichen, vergammelten Tomaten haben so einen morbiden Charme, dass ich das gerne mal mit der Kamera festhalten wollte.

 Also, bis ganz bald! Genießt die schönen Herbsttage!!

Donnerstag, 9. März 2017

Before I die

Anlässlich des Weltfrauentages haben wir uns in unserem Städtchen mit der wundervollen Installation der Wand „Before I die“ der taiwanesisch-amerikanischen Künstlerin Candy Chang beschäftigt. Candy Chang kam aufgrund eines persönlichen Verlustes auf die Idee, Menschen daran zu erinnern, was im Leben für sie wirklich zählt. Sie schrieb die Frage „Before I die – I want to…“ (bevor ich sterbe möchte ich…) im Jahr 2011 auf eine Tafel und installierte sie nach Genehmigung an einem alten Haus in New Orleans. Dabei stellte sie die Frage nicht nur an sich, sondern auch an andere Menschen. Der Ernst ihrer Frage war ihr sehr wohl bewusst, als sie diese in großen Buchstaben an ihre Installation schrieb. Die Tafel blieb nicht lange leer: Menschen jeden Alters, Spaziergänger, Passanten, Besucher, Neugierige füllten sie mit ihren Eintragungen. Je mehr sie wuchs, desto mehr wurde eine spannende, berührende und sogar lebensfrohe Aktion daraus. Obwohl die Installation nur lokal gedacht war, ging sie durch das Internet um die ganze Welt und begeisterte die Menschen. Mindestens 400 Tafeln „Before I die“ stehen mittlerweile in 76 Ländern, wurden in 25 Sprachen aufgegriffen und lokal umgesetzt.


Unsere Aktion wurde sehr gut angenommen. Nach einer Stunde war die Tafel schon gefüllt. Wir machen dann ein Foto und wischen die Texte wieder ab, um Platz für neue Eintragungen zu schaffen. Die Fotos sammeln wir natürlich. Daneben regt die Tafel zu wirklich interessanten Gesprächen bei den Passanten an.

Die Tafel selbst ist ein Platte mit Tafelfarbe gestrichen. Die Schriften sind mit dem Schneideplotter aus Stencilmaterial ausgeschnitten und dann mit Acryllack aufgerollt.

Wer sich näher damit auseinandersetzen möchte, kann hier weitere Informatinonen finden.