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Montag, 12. Februar 2018

Brustkrebskissen


Für eine gute Freundin, die an Brustkrebs erkrankt ist, habe ich ein Brustkrebskissen genäht. Das Kissen wird unter den Arm geklemmt und soll so Schmerzen, Spannungen und Schwellungen nach der Operation lindern.


Vielleicht gibt es ja auch in Eurem Bekanntenkreis jemanden, dem eine solches Kissen gut tun würde. (Anleitungen dafür findet ihr im Internet.) Es gibt außerdem mittlerweile Krankenhäuser und Organisationen, die solche Herzkissen an Brustkrebspatientinnen verschenken. Ich finde, eine schöne Idee! Einfach mal bei einem Krankenhaus in der Nähe nachfragen.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Turnbeutel-Premiere!






























Lange schon stand ein Turnbeutel auf meiner Nähliste. Da ich jetzt für eine liebe Freundin ein Geburtstagsgeschenk gesucht habe, konnte ich endlich einen umsetzen. Ich verschenke mittlerweile fast nur noch Selbstgemachtes. Das ist persönlicher und ich hoffe, der oder die Beschenkte freuen sich über die Zeit, die man "investiert" hat.

Schnitt und Anleitung sind von hier. Den Boden habe ich aus SnapPap genäht, die beiden oberen Stoffe sind aus dem Fundus. Beim nächsten Mal werde ich aber auch für den Boden Stoff nehmen. Das SnapPap ist vor allem beim Eckennähen sehr störrisch. Sieht aber zugegebenermaßen gut aus.
 
Die Schlaufen für die Kordel sind ebenfalls aus SnapPap, ebenso das Label. Dafür habe ich mir schon vor einiger Zeit einen Stempel mit meinem Schriftzug machen lassen. Mit wasserfester Stoffstempelfarbe kann man so wunderbar (waschbare!) Label selbst herstellen.

Der Tunnel für den Kordeldurchzug ist aus einem passenden Pünktchenstoff genäht. Wie gut, dass man einen großen Stoffvorrat hat ;-)

Resümee: Gefällt und wird bestimmt bald noch mal genäht. Vor allem für den Sommer sind Turnbeutel ein toller Taschenersatz. Locker über die Schulter gehängt oder auch als Rucksack getragen sind sie praktisch und schön. Und wie gesagt, auch als Geschenk sehr persönlich...

Montag, 2. Januar 2017

Topflappen

Am Neujahrsmorgen, als noch alle schliefen, hatte ich es in meinem kleinen Arbeitszimmer ganz ruhig und gemütlich. Ich habe gar nichts Großes gemacht, nur aus den Resten von den Shoppern ein paar Topflappen genäht und gefärbt. Ging schnell, hat Spass gemacht und Topflappen kann man immer gebrauchen!

Die Labels sind diesmal aus SnapPap, Stempel und Textilfarbe selbstgemacht. So sind die Topflappen auch waschbar.

Die Aufhängung ist wie immer bei mir etwas größer. So kann ich die Topflappen besser an einen Haken an der Reling hängen.


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Dienstagsdinge , Handmadeontuesday und Meertje sehen.

Donnerstag, 29. Dezember 2016

Kindle-Hülle aus Kork

Meine Tochter wünschte sich eine Kindle-Hülle aus Kork. Ich fand dann besonders schönen Korkstoff, der an einigen Stellen golden glitzert. Sieht  richtig toll aus! Um den Stoff richtig wirken zu lassen, wollte ich die Hülle selbst ganz einfach halten, nur im Verschluss ist das Gold noch mal aufgegriffen.






























Die Hülle ist mit Wollfilz gefüttert. So wird sie stabiler und der Kindle ist noch mal besser geschützt.



































Als Verschluss dient eine Kopfniete. Diese wird so angebracht, dass ihr Unterteil zwischen Wollfilz und Kork liegt. So kann sie das Display nicht zerkratzen.

































Hier noch mal im Detail






















Tutorial:
Kork: 15 x 55 cm
Wollfilz: 13 x 43 cm
Vliesofix oder Kleber
1 Kopfniete


Achtung: Keine Stecknadeln verwenden, die Löcher wären später sichtbar. Lieber Wonderclips oder Büroklammern verwenden.


Für die Kopfniete ein Loch in den Kork machen. Abstand Schmalseite 6 cm, Abstand Längsseiten je 8,5 cm. Ich nehme dafür einen Punzierer. Eventuell noch mit einem kleinen Stück (ebenfalls gelochten) Wollfilz hinterlegen, damit es später nicht ausreißt. Kopfniete festschrauben.


Den Filz so auf die Rückseite des Korks aufbringen (Vliesofix oder Kleber), dass zu der Seite mit der Kopfniete noch 1 cm Rand bleibt, an den Seiten je 1 cm.

Den Kork an der Schmalseite über den Filz schlagen und feststeppen.
Nun die Hülle formen: Die andere Schmalseite 10 cm umschlagen. Das ergibt die Kappe. Die Seite mit dem Umschlag ca. 17,5 cm umschlagen, so dass der Korkansatz der Klappen verdeckt wird. Alles gut mit Klammern sichern.

Nun an 3 Seiten feststeppen (Längsseite, obere Klappenseite, andere Längsseite). Damit sind die Näharbeiten auch schon fertig. Nun nur noch an der entsprechenden Stelle das Loch für die Kopfniete in die Klappe machen.

Montag, 26. Dezember 2016

Praktische Shopper!

Nun ist Weihnachten fast vorüber und ich kann einen Teil der Taschen zeigen, die ich dieses Jahr zum Verschenken genäht habe. Zum Glück habe ich daran gedacht, vor dem Fest wenigstens einige davon zu fotografieren.

Die Taschen sind geräumig, robust und tragen schon mal den Einkauf vom Wochenmarkt nach Hause. Durch unterschiedliche Färbung und Größe ist jedes Stück ein Unikat.































Die Taschen sind aus Canvas und mit Batikfarbe gedippdyed (sprich: gedippdeit, neudeutsch für in Farbe getunkt). Sie haben als praktisches Innenleben ein Täschchen mit Reißverschluss und einen Karabiner für die Schlüssel. Die Länge der Lederriemen habe ich so gewählt, dass man sie entweder in der Hand oder über die Schulter tragen kann. Und das Tüpfelchen auf dem i sind meine neuen "Grimmskram"-Label aus SnapPap.






























Ein Teil der Taschen wurde in Jeansblau gefärbt, ein Teil in Olivgrün. Beides harmoniert gut mit der Farbe des Leders.

Hier noch mal ein Blick auf das Innenleben.



Und tadaaaa: die neuen Etiketten!!! Sinnsenichschöööön?


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Dienstagsdinge , Handmadeontuesday und Meertje sehen.

Donnerstag, 17. März 2016

Ruckzuck Eierwärmer nähen

Ostern steht vor der Tür. Wenn man neben Hausputz, Gartenarbeit und Großeinkauf fürs Osterfrühstück auch noch Eierwärmer nähen will, müssen sie wirklich ruckzuck fertig  sein. Diese hier sind das unter Garantie, denn sie haben wirklich nur 1 (in Worten: EINE!) Naht. Ich brauche inklusive Zuschnitt und allem Gedöns maximal 5 Minuten für einen Eierwärmer. UnnjetzkommSie!!

Also, Stoffreste heraussuchen, Schnittmuster ausdrucken und los geht's.


Den Schnitt hier herunterladen, ausdrucken und ausschneiden. Stoff und Vlies entsprechend zuschneiden. Die gerade Kante mit einer Zickzack-Schere schneiden, damit sie später nicht ausfranst. Die Nahtzugabe ist enthalten.

Bei den beiden Keilen einfach mal in die Nahtzugabe knipsen, das erleichtert später das Anlegen des Vlieses.
Das Vlies entsprechend aufbügeln. Die gerade Kante vom Vlies liegt neben den Keilen.
Ein geeignetes Band 4-5 Zentimeter lang zuschneiden, in der Mitte falten und vor dem Einnähen so zwischen die Stoffe legen, dass die Enden nach außen zeigen. Beim Nähen wird das Band so mit erfasst. Mit einer Stecknadel fixieren.
Das Band kann gewebtes Geschenkband, Schrägband oder auch Spitze sein.Was man so da hat und was gefällt.
Beide Stoffteile rechts auf rechts aufeinander legen und entlang der Rundung füßchenbreit (ca. 1 cm) nähen. Das Vlies soll nicht mit genäht werden. Achtung: Die Zickzack-Kante bleibt offen!

Die Nahtzugaben alle 5 Millimeter einschneiden und den Stoff durch die offene Kante wenden. Den ungefütterten Teil nach innen klappen. Fertig!


Montag, 22. Februar 2016

Flache Kuchenlagen: Hex', hex'

Wahrscheinlich bin ich mal wieder die Einzige, die das bisher noch nicht kennt. Als ich heute bei der Dramaqueen über Backringe aus Stoff gelesen habe, war ich elektrisiert. So etwas gibt es?? Wofür braucht man die denn???? Ach, damit die Kuchenlagen beim Backen nicht häßlich kuppelförmig, sondern wunderbar eben aufgehen!! Ach so? Ahaaa!!

Plötzlich erschien mir mein Leben weniger bunt, wenn ich nicht auch solch tollen Backringe aus Stoff hätte;-) Allerdings sind 20 € plus Versandkosten auch kein Pappenstiel. Andererseits backe ich ja auch gar nicht so oft und so gerne... Aber die Dinger aus dem Shop sahen so schön aus und flüsterten die ganze Zeit: Kauf mich!

Hmm, die Backringe sahen jetzt nicht allzu kompliziert aus und eine Internet-Recherche ergab, dass sie das tatsächlich auch nicht sind. Manche Leute nehmen einfach einen nassen Stoffstreifen, manche wickeln nasses Zeitungspapier in Alufolie - das Prinzip scheint also bekannt zu sein. Aber das Auge backt doch mit!!!
 
Nach längerem Grübeln beschloss ich, als  Kompromiss die Backringe selbst zu machen. Geld gespart, Stofflager abgebaut und trotzdem das tolle Gimmick bekommen. Ha, winwinwin-Situation!!































Falls noch jemandem außer mir die Anwendung von Backringen nicht geläufig ist:
Den Teig in die Kuchenform füllen. Den Backring unter den Wasserhahn halten und richtig nass machen. Auswringen und um die Kuchenform legen, mit der Schlaufe fixieren. Kuchen wie gewohnt backen.































Natürlich habe ich auch gleich mal einen Probekuchen gebacken. Und was soll ich sagen: Es funktioniert wirklich. Jetzt steige ich auch in die gehobenere Back-Liga auf. Gewußt wie....

Hier ist das Tutorial:

Für eine Springform (26 cm) braucht man

Außenstoff: 2 mal 8 x 95 cm

Futter: 5 x 85 cm Frottee oder ähnliches (z.B. aus einem alten Handtuch)

Schlaufe: 1 mal 8 x 8 cm


- Für die Schlaufe den Stoff an den Längskanten an beiden Seiten je 2 cm nach links bügeln, zusammenklappen und noch mal bügeln. Man erhält so ein Stück 8 x 2 cm. Rechts und links entlang der langen Kanten absteppen.
- Den 8 cm langen Streifen links auf rechts auf einen Außenstoff legen (beide schöne Seiten sind oben!). Der Abstand zum seitlichen Rand ist ca. 10 cm. Ganz am Rand mit Zickzack-Stich anheften.
- Den Frotteestreifen auf die linke Seite eines Seitenstreifens mittig auflegen. Ich habe einfach an einigen Stellen mit Klebestift nach fixiert.
- Nun die Streifen in Position legen: Außenstoffe rechts auf rechts zusammenlegen, mit Stecknadeln fixieren und beide Längskanten 1 cm breit absteppen. Wenden und bügeln. Die Nahtzugaben an den kurzen Kanten 1 cm nach innen legen und die Kanten ebenfalls absteppen. Wer will, kann noch einmal längs durch die Mitte steppen oder mit Zierstichen nähen, um den Frotteestreifen endgültig zu fixieren. Dabei unbedingt die Schlaufe auslassen.


Für eine Springform mit einem anderen Durchmesser ergeben sich die Maße wie folgt:
Außenstoff: Breite: Umfang plus 12 cm; Höhe: Randhöhe plus 2 cm

Frotteestoff: Breite:Umfang plus 5 cm; Höhe: Randhöhe minus 1 cm

Schlaufe: Breite: 8 cm; Höhe: Randhöhe plus 2 cm



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Montag, 8. Februar 2016

Handarbeitskorb

Zur Entstehung meines neuen Handarbeitskorbes haben zwei Dinge beigetragen: Erstens habe ich kürzlich irgendwo gelesen, dass der erste Blick beim Betreten eines Zimmers in die diagonal entgegengesetzte Ecke geht. In unserem kleinen Wohnzimmer geht also das Augenmerk direkt in die oft etwas kreativ chaotische Ecke mit meinen diversen Wollknäueln, die gerade in Gebrauch sind. (Ja, Ehre schwöre, ich brauche sie wirklich unbedingt alle!! Ja, gerade jetzt!!! Jaaa, und auch gerade hier!) Also bot es sich an, die Wolle in eine für das Auge gefälligere Aufbewahrung zu geben. Und da kommt zweitens die Tatsache zum Tragen, dass ich schon länger mal etwas mit Seil machen wollte und zu diesem Behufe auch schon mal 100 Meter desselben geordert hatte. Kann man ja immer mal gebrauchen...



Ich beschloss also, aus Seil einen Korb zu nähen, der groß genug ist, um die Knäuel und Strickteile zu fassen. Und er sollte auch irgendwie zu schließen sein, um die Ecke aufgeräumter erscheinen zu lassen. Nach der Anleitung hier ging ich auch frisch ans Werk, um nach dem dritten missglückten Versuch frustriert aufzuhören. Das hat ja so gar nicht geklappt. Wird halt geklebt. Bis die Heißklebepistole aufgeheizt war, hab ich dann doch noch mal probiert, und plötzlich lief det Janze (Achtung, Wortspiel!) wie am Schnürchen. Ha, genäht ist ja sowieso viel schöner und die Fingerkuppen schont es auch ;-)
















Das Nähen ist dann warum auch immer relativ einfach gewesen, hat aber dennoch seine Zeit gedauert. Ich habe Baumwollseil 5 mm Stärke genommen, mit etwas dickerem Seil hätte ich wahrscheinlich schneller ein ebenso schönes Ergebnis erzielen können. Muss man aber erst mal austesten.


































Den Stoffverschluss habe ich insgesamt 4 (in Worten: VIER!!) mal genäht, aber Versuch macht ja bekanntlich kluch, oder so. Auf jeden Fall hat auch der noch mal echt Nerven (und Stoff) gekostet. Aber jetzt bin ich doch zufrieden mit der Lösung. In natura sieht sie allerdings schöner aus als auf dem Foto.

Der Korb ist leicht und doch stabil. Man kann ihn gut überall mit hin nehmen und er bringt eine Menge Ordnung in die Ecke im Wohnzimmer.


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Handmadeontuesday , Dienstagsdinge und Meertje sehen. 

Mittwoch, 3. Februar 2016

Retro-Charlie Bag

Hier seht ihr meine erste Charlie-Bag aus altem Leinen. Man sieht dem Leinen die Jahre schon an. Es hat ein paar vergilbte Flecken und ist auch sehr unregelmäßig gewebt. Aber genau das mag ich! Ich finde, Leinen hat wie kein anderer Stoff Charakter und Struktur. Selbst wenn es knittert, knittert es edel…































Das Innenfutter ist rotweißes Karo, das Gurtband rotweiß gestreiftes Baumwollband. Ich habe die Tasche nach der Methode von Frau Kännchen genäht und war sehr zufrieden damit. Wenig Stoffverbrauch, schnelles Ergebnis. Als i-Tüpfelchen habe ich noch einen Turnschuh mit T-Shirt-Folie aufgebügelt. Da bin ich mir allerdings noch nicht ganz sicher, ob mir das gefällt. Was meint ihr??


Der Turnschuh ist übrigens ein "Buchstabe" aus dem Font „Cool Stuff“. Auch die anderen Buchstaben davon sind wirklich cool...

Mit der Charlie Bag gehe ich auch zur Linksammlung  "Beutel statt Tüten" .

Samstag, 30. Januar 2016

Servietten mit Fransenkante

Der übrig gebliebene Stoff vom Ragtime Quilt wurde zu Servietten verarbeitet. Und weil sich der gewebte Stoff so gut dazu anbietet, sind es Servietten mit Fransenkante geworden. Das passt gut zum rustikalen Stil und geht vor allem schnell und einfach.

- Den Stoff nach Möglichkeit nicht vorwaschen.  An einem kleinen Rest kann man ausprobieren, ob sich gut Fäden ziehen lassen.

- Im Faden gefärbter Stoff ist für diese Art Servietten besser als bedruckter, da beide Seiten "schöne" Seiten sind.

- Mit der Stoffschere (nicht mit dem Rollschneider!) ein Quadrat fadengerade schneiden. Ich habe eine Seitenlänge von 36 Zentimetern gewählt, da habe ich bei einer Stoffbreite von 110 Zentimetern drei Servietten raus bekommen. Das fadengerade Schneiden geht besonders gut bei gewebten Karos. Bei anderen Stoffen hilft es, eventuell einen Faden zu ziehen.

- Das Quadrat rundherum 1 Zentimeter zum Rand mit kleiner Stichlänge absteppen. Anfang und Ende vernähen.

- Nun können am Saum die Fäden herausgezogen werden. Eine Stecknadel ist dabei ein prima Hilfsmittel. Das war schon alles.







Übrigens, wie man Servietten mit Briefecken näht, habe ich hier gezeigt.


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Montag, 25. Januar 2016

Ein Quilt für Anfänger: Der Ragtime-Quilt


Wolltest du nicht schon immer mal einen Quilt nähen? Das traust du dir nicht zu? Dauert zu lange? Zu kompliziert? Ha, mit einem Ragtime-Quilt kann jeder in einem langen Wochenende einen fertigen Quilt nähen. Der Trick dabei ist, dass jedes Quadrat vor dem Zusammennähen bereits fertig gequiltet wird. Das schafft jede Nähmaschine, und sei sie auch noch so alt. Die Nähte kommen nach außen und fransen aus. Das sieht supergemütlich aus. Die Rückseite ist wie gewohnt glatt.
Übrigens, der Name dieser Quilts kommt von Rag (Lappen, Lumpen, Fetzen).

Ein Ragtime-Quilt ist nicht nur vom Prinzip her einfacher, ich finde er verzeiht auch sehr gut Ungenauigkeiten beim Nähen. Aso, keine Scheu, fangt einfach an!




Schritt 1: Stoff zuschneiden
Jedes Quadrat hat bei mir die Maße 15 x 15 cm, natürlich könnt ihr auch andere Maße nehmen.
Die fertige Quiltgröße errechnet sich folgendermaßen:
von den 15 cm gehen auf jeder Seite je 1 cm Nahtzugabe ab = 13 cm
D.h. wir rechnen pro Quadrat mit 13 cm im fertigen Quilt. Mein gewünschtes Maß ist ungefähr 150 x 130, d.h. ich brauch 12 Quadrate in der Breite und 10 Quadrate in der Höhe. Also insgesamt 120 Quadrate für die Vorderseite und 120 für die Rückseite. Das klingt nach einer Menge Arbeit, aber mit Lineal, Rollschneider und Schneidematte ist das schnell geschnitten. Wer es noch einfacher haben möchte, kann sich auch sogenannte Charmpacks bestellen. Da sind Stoffe einer Kollektion schon zu Quadraten vorgeschnitten. Aber Achtung: Unbedingt darauf achten, dass die Ränder nicht mit der Zackenschere geschnitten sind. Das verhindert das in diesem Fall erwünschte Ausfransen.
Den Stoff vor dem Nähen nicht waschen!


Schritt 2: Vlies zuschneiden
Für das Vlies braucht ihr ebenfalls 120 Quadrate, allerdings mit anderen Maßen. Die Größe errechnet sich wie folgt:
15 cm Stoffquadrat -2 cm Nahtzugabe – 1 cm Ungenauigkeitszugabe= 12 cm
Wir brauchen als 120 Quadrate à 12 x 12 cm.



Schritt 3: Quadrate quilten
Legt je ein Quadrat für die Rückseite, ein Vlies-Quadrat und ein Vorderseitenquadrat aufeinander. Das Vlies ist in der Mitte, bei den Stoffen liegt die schöne Seite nach außen. Nun wird ein X über das Quadrat genäht. Wer will, kann sich das X vorher mit wasserlöslichem Stift vorzeichnen.
Achtung: Die Naht hört etwa 1 Zentimeter vor den Ecken auf. Alle Quadrate auf diese Weise bearbeiten.











Schritt 4: Quadrate zusammen nähen
Legt euch am Besten die Quadrate so auf dem Boden auf, wie sie später auf dem Quilt erscheinen sollen. Jetzt könnt ihr noch etwas schieben und probieren.
Nun die Quadrate reihenweise zusammennähen: Rückseite auf Rückseite legen und absteppen. Die Nahtbreite ist 1 cm, der Saum kommt so nach vorne. Achtung: Die Naht hört etwa 1 Zentimeter vor den Ecken auf.
Wenn alle Reihen genäht sind, die einzelnen Reihen in der gleichen Weise zusammen nähen. Also auch wieder Rückseite auf Rückseite legen. Hier geht die Naht allerdings von Rand zu Rand.
Am Schluss noch einmal rund um den gesamten Quilt nähen. Fertig ist die Näherei.

Schritt 5. Säume einschneiden
Damit die Säume auch schön franselig werden, werden sie nun alle 3-4 Zentimeter eingeschnitten. Natürlich dürfen die Nähte dabei nicht zerschnitten werden!! Das geht am Besten mit einer extra Schere,  man kann aber auch eine normale Schere nehmen.

Schritt 6: Säume ausfransen
Den Quilt 1-2 mal in der Waschmaschine waschen. Jetzt sollten sich die losen Fäden der Säume lösen. Ich habe meinen Quilt nach dem Trocknen gründlich mit dem Staubsauger abgesaugt, um alle Fäden zu entfernen.


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Montag, 23. November 2015

Weihnachtsgirlande

Im Oktober habe ich während unserer Amerikareise rot/weiße Stoffe gekauft. Schon im Laden wußte ich ganz genau, was ich daraus nähen wollte: Eine Weihnachtsgirlande. Ganz einfach, die klassische Wimpelkette. Sie hängt jetzt  über dem Klavier und sieht so schön aus, dass ich ständig hingucken muss.

Die  restliche Deko ist farblich darauf abgestimmt. Viel Weiß, wenig Rot.





















Draußen liegt der erste Schnee. Das macht es hier drinnen noch viel gemütlicher. Schade, dass ihr keine Duftübertragung habt, sonst könntet  ihr den Chai-Latte riechen, den ich mir gerade  gekocht habe.  Hach, wie schön  ;-)

Das Rentierschild könnt ihr übrigens hier sehen.


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Dienstag, 10. November 2015

Das Ideenbuch für Einfälle statt Abfälle

Mein neues Buch "Statt Plastik" ist seit dieser Woche im Handel. Ein Kreativbuch für alle, die ihre Nutzung von Plastik – insbesondere von einmalig genutztem »Wegwerf-Plastik« – im Alltag verringern möchten und Spaß am Selbermachen haben.

Mehr als 60 Ideen für selbst gemachte Alltagsbegleiter: für Einkauf, Haushalt, Wäsche und Bad sowie rund ums Baby.
Neugierig geworden? Hier ein paar Beispiele: Der einfach genähte Obst-Wiegebeutel aus Baumwolltüll macht die Plastiktüte genauso überflüssig wie das gehäkelte Einkaufsnetz in Bonbonfarben. Praktische Lunch Bag und selbst gemachtes Bienenwachs-Wrap halten Lebensmittel frisch. Mit nur fünf Zutaten ist die Zahnpasta schnell gemacht und obendrein die Verpackung gespart. Und das genähte Windelhöschen ersetzt viele, viele Wegwerfwindeln.
Auf Plastik zu verzichten, kann eine echte Bereicherung sein!

Hier und hier habe ich schon mal über das Buch geschrieben. Auf www.statt-plastik.de  könnt ihr euch noch genauer informieren. Schaut doch immer mal rein ;-)

Montag, 25. Mai 2015

Espandrilles

Ein Espandrille macht noch keinen Sommer, aber das Feeling ist verdammt nah dran ;-)
Najaaa, klingt gut. Aber eigentlich hatte ich noch Stoff von meiner Markttasche übrig und die Sohlen sind auch noch vom letzten Jahr im  Regal. Und da dachte ich, machste mal schnell ein paar Espandrilles.
So ganz schnell war es dann doch nicht, ein paar Stündchen hat es schon gedauert. Allerdings gefallen sie mir wirklich gut.

Schade, dass mir die Schuhe nach Fertigstellung nicht so ganz gut gepasst haben. Leider etwas zu groß, so dass sie beim Laufen geschlabbert haben. Zum Glück hat die Freundin meines Sohnes eine Schuhgröße größer und hat sich (hoffentlich) darüber gefreut. Hier ist übrigens besagte große Markttasche.


































Ich habe letztes Jahr schon mal Espandrilles hier gezeigt. Die waren allerdings etwas einfacher zu nähen ;-)
Die Sohlen sind von Prym und können beispielsweise hier gekauft werden. Ein Schnittmuster und ein Link für eine Nähanleitung sind dabei.

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Dienstag, 24. März 2015

Kinderzelt

Ja, unsere Kinder sind alle erwachsen und nein, Enkel sind auch noch nicht in Sicht. Aber wir haben seit letztem Sommer 3 kleine Nachbarskinder, die uns ab und zu mal besuchen kommen. Und die sollen es ja auch schön haben, wenn sie hier sind ;-)

































Das Zelt ist supergenial, da es einfach zusammen gesteckt und auch wieder auseinander genommen werden kann. Aufgebaut wir es zur gemütlichen Lesehöhle für  2-3 Kinder.  Zusammengelegt nimmt es so gut wie keinen Platz weg. Toll!

































Die ausführliche Anleitung für das supergeniale Kinderzelt habe ich von hier. Für alle, die des Englischen nicht so mächtig sind, habe ich sie in Kurzform übersetzt.
Man braucht für das Zelt:
4 Latten à 2,5 x 5,0 x 120,0 cm
1 Rundholz 120 cm lang und 2 cm Durchmesser
Stoff 110 x 210 cm
4 Stücke Gummi à 15 cm

In die Latten in 15 cm zum einen Ende ein Loch mit 2 cm Durchmesser bohren. Alle Holzteile glatt schmirgeln.
Den Stoff an jeder Seite zweimal umschlagen und absteppen. Dabei an den Ecken das zur Schlaufe gelegte Gummiband mitfassen. fertig!
















 







Hier noch mal eine Detailaufnahme, damit das Prinzip klar wird.


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Montag, 16. März 2015

Vinyasa-Tutorial

Wie letzte Woche versprochen, möchte ich heute noch mal genauer zeigen, wie ich den Vinyasa-Schal nähe. Mein Model hat heute früh bei Temperaturen am Gefrierpunkt ziemlich geforen, deshalb war keine Zeit, den Schal etwas gefälliger zu zupfen. Ich bitte um Verzeihung ;-)



Jersey oder anderes dehnbares Material auf 120 x 135 cm zuschneiden.











Rechts auf rechts zuklappen. Damit haben 60 x 135 cm.






Eine kurze und die lange offene Seite mit einem elastischen Stich abnähen. Wer keinen elastischen Stich an seiner Nähmaschine hat, kann auch einen Zickzack-Stich nehmen.
Die Nahtzugebe evt. etwas zurück schneiden und bügeln.








Den Schal an der offenen Seite wenden. Den Stoff etwa 2 cm nach innen bügeln, fixieren und absteppen. Ich nehme hier einen einfachen Steppstich.




Nun Markierungspunkte für die Druckknöpfe einzeichnen und die Druckknöpfe einschlagen. Ich habe 11 Druckknöpfe gleichmäßig auf die Länge verteilt, d.h. alle 5,5 cm einen.
Achtung: Die Druckknöpfe so einschlagen, dass der Schal bei geschlossenen Knöpfen einen einfachen Kreis bildet.





Das war schon alles. Ich hoffe, die Fotos sind aussagekräftig genug.













Beim nächsten Vinyasa-Schal werde ich die Maße auf 130 x 145 verändern. Oder mal kurz 5 Kilo abnehmen. Mal gucken...


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei  Creadienstag und Meertje sehen.