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Dienstag, 1. Januar 2019

6. Bloggeburtstag und heißer Apfelsaft-to-go-Mix

Heute ist mein 6. Bloggeburtstag und ich möchte ihn gerne mit Euch feiern. Wenn ich auch nicht mehr so oft zum Posten komme, liegt mir der Blog doch immer noch sehr am Herzen. Ich freue mich, dass er nach wie vor sehr rege besucht wird!

Zur Feier des Tages zeige ich Euch hier ein Rezept aus meinem Buch "Magisch Fix", das sehr gut zur Jahreszeit passt. Das Foto ist wie alle Fotos in dem Buch von Hanna Bien. Lasst es euch schmecken!!

HeißerApfelsaft-to-go-Mix
200 g Roh-Rohrzucker, 1 EL Zimt gemahlen, ½ TL Muskatnuss gemahlen, ½ TL Nelken gemahlen

Alle Zutaten gut mischen und in einem dekorativen Glas aufbewahren.
 
1 Eßlöffel der Mischung in ein Glas heißen Apfelsaftrühren. Damit ist der heiße Apfelsaft sofort trinkfertig. Pusten nicht vergessen!

Übrigens, in die Apfelscheibe habe ich mit einem Plätzchenausstecher einen Stern ausgestochen. Zusammen mit einer Stange Zimt eine schöne, schnelle Deko.


Ich wünsche Euch ein glückliches Jahr 2019! Schaut mal wieder vorbei!

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Schneidebretter-Ständer

Ich habe meine Schneidebretter am Herd hinten ganz rechts stehen. Das ist praktisch für mich und lässt mir die Arbeitsplatte, wo ich schneide und schnippele, schön frei. Ich hatte mich in der Vergangenheit öfter mal darüber geärgert, dass die Bretter ins Rutschen kamen und der Krug mit den Rührlöffeln deshalb umfiel. Hier könnt ihr das Chaos noch sehen.
Mittlerweile habe ich eine ganz einfache Lösung dafür gefunden: Einen Schneidebretter-Ständer.


Ich habe aus einer schönen Weinkiste so ein Viertel herausgesägt, dass es genau neben den Herd passt.

Damit haben die Bretter nach vorne eine Rutschhemmung. Die linke Seite ist offen, damit ich die Bretter gut hineinschieben kann. Der Ständer selbst wird durch das Gewicht der Bretter fixiert.

Ich konnte nicht widerstehen und habe noch mit einer selbst geschnittenen Schablone "Wooden Cutting Boards" draufgetupft. Ich steh gerade so auf Farmhousekitchen.
Dat Janze noch mit Klarlack abwaschbar gemacht und fertig. Kleiner Aufwand und in der Praxis hat sich der Ständer schon prima bewährt.































Übrigens, in dem kleineren Krug seht ihr ganz viele Esslöffel. Die habe ich von meinem Vater geerbt und benutze sie jetzt als Probier- und Abmess-Löffel. Seit ich die Löffel da stehen habe, empfinde ich es immer als kleinen Luxus, nicht extra an die Besteck-Schublade zu müssen. Und ich werde immer an meinen Vater erinnert ;-)

Mittwoch, 21. März 2018

Zitronenkekse

Auf unserer geschützten Terrasse kann man jetzt schon zu einem Kaffeepäuschen draußen sitzen. Und auf der Terrasse gibt es nicht nur "nur Kännchen", sondern zum Latte Macchiato leckere Zitronenkekse. Vierfach zitronige Zitronenkekse, denn Zitrone ist nicht nur als Saft und Zesten im Teig, sondern auch noch im Guss. Ansonsten ist der Teig richtig mürbe, was der nicht unbeträchtliche Butteranteil macht. Aber manchmal muss es eben etwas mehr sein....


Für den Teig: 200 g weiche Butter, 60 g Puderzucker, 1 EL Zitronenzesten, Saft einer Zitrone, 200 g Mehl, 30 g Speisestärke, 1 gute Prise Salz

Für den Guss: 120 g Puderzucker, Zitronensaft, 1 TL Zitronenzesten

Butter  und Puderzucker cremig aufschlagen. Zesten und Zitronensaft dazugeben und weiterrühren, bis alles eingearbeitet ist. Mehl mit Speisestärke und Salz mischen und portionsweise dazugeben, bis ein homogener Teig entstanden ist. Den Teig in eine kleine Schale geben, zudecken und eine Stunde in den Kühlschrank stellen.

Backofen auf 170 Grad vorheizen. Den Teig in kleinen Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech setzen und flach drücken, so dass kleine Scheiben entstehen. Ich mach das gerne mit einem Stückchen Butterbrotpapier und einem Glas.

Etwa 8-10 Minuten backen. Die Kekse sollten nicht braun werden. Aus dem Ofen nehmen und mit dem Backpapier vom Blech ziehen, damit sie nicht noch nachbräunen.

Wenn die Kekse abgekühlt sind, aus gesiebtem Puderzucker und Zitronensaft einen nicht zu dünnflüssigen Guss anrühren und auf die Kekse streichen. Mit Zesten verzieren.

Tipp: Ich nehme immer einen Sparschäler, um die Zesten von der Zitrone zu schneiden. So kann ich die gelbe Haut erwischen, ohne das bittere Weiße mit zu bekommen.

Montag, 25. Dezember 2017

Servietten personalisiert

Dieses Jahr haben wir all unseren Freunden zu Weihnachten mit beschrifteten Stoff-Servietten geschenkt. Jetzt kann ich sie auch endlich zeigen.
Zuerst wollte ich die Servietten selbst nähen, bin aber dann doch vor der Menge zurückgeschreckt und habe fertige Servietten aus Baumwolle gekauft. Mischgewebe geht nicht, da die Stofffarbe hier nicht gut halten würde.

Als Schrift habe ich STENCIL gewählt, hier hängen im Gegensatz zu den meisten anderen Schriften alle Buchstabenteile mit der Außenfläche zusammen. Das erleichtert ungemein das Aufbringen auf den Stoff. Die selbstgekauften Servietten sind aus Baumwolle, 50 x 50 cm groß. Als Farbe habe ich  schwarze Stofffarbe genommen. Die wird nach dem Fixieren waschecht bis 60 Grad, was bei Servietten nicht ganz unwichtig ist.






Servietten waschen (damit die Appretur rausgeht) und bügeln

Schablonen vorbereiten; ich habe meine Schablonen mit der Silhouette aus leicht selbstklebendem Stencil-Material geschnitten.

Die Schablonen auf der Serviette platzieren und rundherum mit Paketklebeband abkleben. Das fixiert und schafft auch noch einen breiteren Rand, um die Serviette vor Farbe zu schützen. Zeitung unterlegen.

Etwas Stoffmalfarbe auf eine Untertasse geben. Mit einem Schablonierpinsel (aus Schaumstoff) etwas Farbe aufnehmen, den Überschuss auf etwas Küchentuch abtupfen und die Schablone austupfen. Aufpassen, dass nicht zu viel Farbe auf dem Pinsel ist und unter die Schablone läuft.

Sieht die Schrift ausreichend gefärbt aus, die Serviette erst mal zum Trocknen legen. Dann Klebeband und Schablone entfernen und die nächste Serviette beschriften....

Unbedingt darauf achten, dass die Finger immer sauber sind und keine Farbkleckse auf die Serviette kommen. Die gehen nicht mehr raus!!

Die Schrift nach Anleitung auf der Farbe durch Bügeln fixieren.

Mittwoch, 22. November 2017

Teeregal


Wenn es draußen kälter wird, wird es drinnen wieder gemütlich. Kerzen und Tee dürfen dabei auf keinen Fall fehlen. Jetzt ist bei mir anscheinend auch noch so eine Art Nestbau-Trieb dazu gekommen. Ich habe auf dem Martinsmarkt ein wahrlich riesiges Schaffell für unsere Bank erstanden und mit neuen Kissen ausgestattet. Ein neues Teeservice war auch fällig, nachdem meine alte Kanne vor kurzem kaputt gegangen ist. Und da ich ja auch so gerne Regale in meine Küche baue, gab es dazu noch ein kleines, aber feines Teeregal. Meinen Teevorrat habe ich ordentlich in Teedosen umgepackt und etikettiert, das neue Service findet auch seinen Platz darauf und an den Porzellanknöpfen prangt erst einmal Weihnachtliches. Schön und praktisch!




Montag, 23. Oktober 2017

Magisch fix

Ich habe mittlerweile 26 Jahre tagtäglich für eine große Familie gekocht. Für meinen Mann, die 4 Kinder, oft und gerne Freunde und Verwandte. Essen hat bei uns einen hohen Stellenwert. Die gemeinsame Mahlzeit an unserem großen Esstisch war und ist immer noch Mittelpunkt unseres Familienlebens. Dementsprechend lege ich auch sehr viel Herzblut in die Zubereitung der Gerichte.

Ich koche gerne mit hochwertigen Produkten, ich koche möglichst frisch, aber ich koche auch nicht gerne stundenlang. Nicht jede Brühe wird stundenlang gekocht, nicht jeder Pudding von Grund auf angerührt. Deshalb gibt es Helfer, sogenannte Convenience-Produkte – Lebensmittel mit dem Zusatznutzen Bequemlichkeit. Das kennen ja alle, von der Instant-Brühe (teilfertiges Convenience-Produkt) bis hin zur Fertigpizza (verzehrfertiges Convenience-Produkt), die nur noch aufgebacken werden muss. Dazwischen gibt es ein weites Feld von „bequemem Essen“.






























Nun sind diese Convenience-Produkte leider oft nicht nur praktisch, sondern auch teurer und vor allem leider oft voll mit Zusatz- und Konservierungsstoffen. Am eigenen Leib habe ich das erfahren, als ich vor Jahren Unverträglichkeiten und Allergien entwickelt habe. Es hat eine Zeit lang gedauert, bis ich die Ursachen dafür fand. Aber dann, nach einem längeren Leidensweg, hat sich herausgestellt, dass ich Geschmacksverstärker und einige Zusatzstoffe in Lebensmitteln meiden sollte. Nicht lustig, denn diese Stoffe sind in fast allen Convenience-Produkten enthalten.






























Damals habe ich damit begonnen, mir meine eigenen „Convenience“-Produkte herzustellen. Sicher hat es dabei nicht geschadet, dass ich Ernährungstechnik studiert habe. Auch dass ich bereits in den 80ern zur Naturkost gestoßen bin und Zusatzstoffen sowieso schon immer sehr kritisch gegenüberstand. So probierte und tüftelte ich herum, bis die Rezepturen „passten“. Und was aus der Not heraus begann, wurde bald schon zum Selbstläufer. Mittlerweile habe ich in meiner Küche viele Gläser, Dosen und Flaschen mit selbstgemachten Würzmitteln. Auch die alltäglichen Dinge wie Puddingpulver, Tortenguss, Sahnesteif und sogar Backmischungen und noch viel mehr mache ich jetzt für wenig Geld in sehr guter Qualität selbst. Und zwar ganz genau so, wie es mir und meiner Familie schmeckt. Ohne Geschmacksverstärker, ohne Zusatzstoffe, in Bio-Qualität.

Convenience-Produkte enthalten in der Regel zu viel Zucker, zu viel Salz und zu viel Fett. Auch hier kommen die selbstgemachten Produkte viel besser weg. Zucker, Salz und auch Fett werden in meinen Rezepturen möglichst sparsam eingesetzt, dienen als Würzmittel oder in etwas höherer Konzentration zur Konservierung. Achten Sie auch hier auf gute Qualität der Rohstoffe!

Noch einmal ganz deutlich: Frische Produkte frisch zubereitet sind natürlich am allerbesten. Aber wenn es mal wieder schnell gehen muss, sind die selbstgemachten Convenience-Produkte der Kaufversion vorzuziehen. Da weiß man, was alles drin ist!






























Als Freunde immer öfter danach fragten, wie denn das ein oder andere Rezept ginge, wurde die Idee zu diesem Buch geboren. Ich stehe schließlich nicht alleine mit dem Wunsch, in meiner Ernährung ohne Zusatzstoffe auszukommen. Und damit nicht jeder das Rad neu erfinden muss, möchte ich Ihnen die Entwicklungsarbeit ersparen und zeige Ihnen meine ganz persönliche „magisch-fixe Küche“.
Schön in Szene gesetzt werden die Basics von Fotografin Hanna Rudolf, die unter dem Markenzeichen »Bilder von Herzen« das Wesentliche des Augenblicks im Bild festzuhalten vermag. Ein Küchen-Kreativbuch für alle, die Freude am Selbermachen und Selbstversorgen haben, sich bewusst ernähren und weniger Abfälle produzieren, weniger wegwerfen und anders konsumieren möchten. Im Kleinen die Welt verbessern und  Spaß dabei haben!

Jutta Grimm: Magisch fix
Selbst gemachte Basics für die Küche
Umweltfreundlich und gesund
192 Seiten, 19,90 Euro
ISBN: 978-3-89566-373-4

Samstag, 4. Februar 2017

Küchenregal DIY

Ende letzten Jahres habe ich mir eine neue Getreidemühle angeschafft, extra mit Steinmahlwerk. Tja, und dann kam das gute Stück und stand wie ein Fremdkörper in meiner Küche herum. Da war  es im Weg, da sah es schrecklich aus... Nicht gut! Aber dann hatte ich die rettende Idee: Ich habe mir ein Regal "drumherum" gebaut, das alles rund ums Backen aufnimmt. Natürlich Getreide, aber auch Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und was sonst noch für die Brot- und Brötchenbäckerei gebraucht wird. Und plötzlich hat die Mühle ihren "richtigen" Platz.






























Als Krönung habe ich mir alte Glasschütten besorgt, die ins Regal integriert das Ganze ziemlich aufpeppen. Das restliche Regal wurde quasi drumherum geplant.


Das Holz habe ich im Baumarkt gleich nach meiner Liste zuschneiden lassen. So schön sauber und exakt könnte ich das gar nicht mit unserer Stichsäge. Dann habe ich in die Seitenbretter mit Hilfe  einer selbstgemachten Schablone 5 Millimeter tiefe Löchern gebohrt, so dass ich die Bretter später auch in der Höhe verstellen kann. Tipp: Um nicht zu tief zu bohren, ein Stück Washi-Tape in der richtigen Höhe am Bohrer anbringen. Klingt unglaublich, hilft aber wirklich.
Das Schüttenregal und das obere Regalbrett habe ich fest angeschraubt, damit das Regal insgesamt stabil wird. Außerdem habe ich das Regal noch mit Winkeln an der Wand befestigt.






























Die senkrechten Abtrennungen zwischen den Glasschütten sind einfach mit Holzleim festgeklebt. Hält trotzdem richtig fest.











Die Gläser (außer den Schütten) sind komplett von I*EA. Ich finde ja, es hat fast was von einem Kinderkaufladen ;-)


Und hier noch mal bei Licht. Wirkt gleich ganz anders.






























Im Stil ist dieses Regal meinem anderen Küchenregal nachempfunden. Aber das Beste daran ist, dass ich es wirklich von Anfang bis Ende selbst gebaut habe. Eigentlich nur mit einem Akkuschrauber. Frauenpower eben ;-)


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Dienstagsdinge , Handmadeontuesday und Meertje sehen.

Montag, 2. Januar 2017

Topflappen

Am Neujahrsmorgen, als noch alle schliefen, hatte ich es in meinem kleinen Arbeitszimmer ganz ruhig und gemütlich. Ich habe gar nichts Großes gemacht, nur aus den Resten von den Shoppern ein paar Topflappen genäht und gefärbt. Ging schnell, hat Spass gemacht und Topflappen kann man immer gebrauchen!

Die Labels sind diesmal aus SnapPap, Stempel und Textilfarbe selbstgemacht. So sind die Topflappen auch waschbar.

Die Aufhängung ist wie immer bei mir etwas größer. So kann ich die Topflappen besser an einen Haken an der Reling hängen.


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Dienstagsdinge , Handmadeontuesday und Meertje sehen.

Sonntag, 1. Januar 2017

4. Bloggeburtstag und Tutorial "Wärmflaschen"

Heute ist mein 4. Bloggeburtstag. Nüschtübel, oder? Nach wie vor ist GRIMMSKRAM immer noch ein wichtiger Teil in meinem Leben. Deshalb freue ich mich auch schon auf das nächste Jahr!


Geburtstag heißt auch immer Geschenke. Heute habe ich für euch eine Anleitung für "Wärmflaschen", wie sie bei uns heißen. Idee und Namen dafür habe ich aus meinem Lieblingscafé, möchte es euch aber auch gerne zeigen.
Die Grundlage bildet eine 500 ml-Flasche von Weck, die ich beispielsweise auch für die Sommerdrinks gerne nehme. Diese Flaschen bekommen im Winter eine Hülle gehäkelt. Nun kann man sie mit heißen Getränken füllen und verbrennt sich trotzdem nicht die Finger. (Keine Sorge, auch nicht durch die Löcher!) Außerdem bleibt der Inhalt so länger warm.

An einem so herrlichen Tag wie heute gibt es bei mir die "Wärmflaschen" mit  einem heißen Ingwergetränk draußen auf der Terrasse. Mit dem Schaffell und einer Wolldecke kann man es hier gut aushalten. Die leckeren Vanille-Kipferln sind noch ein Mitbringsel von Weihnachten und schmecken köstlich. Die Strohhalme sind - wie der Name schon sagt - tatsächlich Strohhalme. Geht prima, ist plastikfrei und sieht urig aus.

Was man alles in die "Wärmflaschen" füllen kann, zeige ich euch demnächst. Nur so viel sei verraten: Alles lecker!

Und hier ist die Häkel-Anleitung:

Garn mit entsprechender Häkelnadel (bei mir Nadelstärke 6), man kann aber leicht auch andere Wolle verwenden. Die Zahl der Luftmaschen im Anschlag muss ein Vielfaches von 4 sein. Einfach mal anschlagen und an der Flasche messen. Es soll ruhig etwas kanpp sitzen, die Wolle dehnt sich dann noch aus.
Bei mir hat ein Knäuel Wolle genau für 3 Flaschenwärmer gereicht.

Die Arbeit wird in Runden gehäkelt, dabei verschiebt sich der Rundenanfang aber immer ein Stück weiter. Rundenende ist immer eine Kettmasche in das erste Stäbchen (d.h. die ersten beiden Luftmasche als Ersatzstäbchen) der gleichen Runde. Dann wird mit 2 Kettmaschen das Stück bis zur Mitte des vorhergehenden Luftmaschenbogens überbrückt, dann geht es wieder normal weiter. Nur in der 10. Runde wird einfach in jede Masche eine feste Masche gehäkelt. Das klingt jetzt komplizierter als es ist. Häkelt einfach mal drauf los, dann seht ihr schon, was ich meine ;-)




32 Luftmaschen anschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring schließen.


1. Runde: 4 Luftmaschne, *2 Maschen überspringen, 2 Stäbchen, 2 Luftmaschen*, * von zu* wiederholen, bis zum Ende der Runde, in die letzte Masche 1 Stäbchen und mit einer Kettmasche in den Luftmaschenbogen zur Runde schließen


2.-8. Runde: Kettmasche, Kettmasche in den Bogen, 2 Luftmaschen, 1Stäbchen in den Bogen, *2 Luftmaschen, 2 Maschen überspringen, 2 Stäbchen in den Bogen*, von *zu* wiederholen bis zum Ende der Runde. In die letzte Masche 1 Stäbchen und mit einer Kettmasche in den Luftmaschenbogen zur Runde schließen


9. Runde: Kettmasche, Kettmasche in den Bogen, 2 Luftmaschen, 1Stäbchen in den Bogen, 1 Luftmasche, 2 Maschen überspringen, 2 Stäbchen in den Bogen, 1 Luftmasche, 2 Maschen überspringen,* von *zu* wiederholen bis zum Ende der Runde. In die letzte Masche 1 Stäbchen und mit einer Kettmasche in den Luftmaschenbogen zur Runde schließen


10. Runde: In jede Masche eine feste Masche häkeln.

Faden abschneiden und die Fadenenden verwahren.

Die Flaschenwärmer einfach von oben über die Flaschen ziehen.

Montag, 24. Oktober 2016

Cookies mit weißer Schokolade, Cranberries und Haferflocken

Eine Kaffee- oder Teepause ist immer schön. Noch schöner ist sie allerdings, wenn man dazu noch einen leckeren, selbstgebackenen Cookie hat. Diese hier sind genial: Superlecker und superschnell gemacht. Bei uns sind sie gerade der Renner!





60 g Haferflocken, 200 g Mehl, 1 gehäufter TL Backpulver, 1 gehäufter TL Natron, 1 Prise Salz, 120 g weiche Butter, 160 g brauner Zucker, Vanille, 1 Ei, 200 g weiße Schokolade (z.B. Kuvertüre) , 60 g getrocknete Cranberries

Den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen. 2 Backbleche mit Backpapier auslegen.

Haferflocken, Mehl, Backpulver, Natron und Salz miteinander mischen. Die Butter mit dem Zucker cremig rühren. Ei und Vanille dazugeben und nochmals gut rühren. Das Mehlgemisch dazugeben und gut unterrühren. Die Schokolade und die Cranberries in Stückchen hacken und unter den Teig mischen.

Den Teig mit einem Esslöffel in Häufchen auf die Bleche setzen. Ich mach einen gehäuften EL Teig pro Cookie und bekomme genau 2 Bleche voll. Zwischen den Häufchen noch Platz lassen, der Teig läuft etwas beim Backen. Die Kekse etwa 15-17 Minuten backen. Achtung: Sie sollen oben eher nicht bräunen, also nicht zu lange im Ofen lassen.

Erst 5 Minuten auf dem Blech, dann auf einem Kuchenrost vollständig abkühlen lassen. Ich gebe die Cookies immer in ein großes Glas mit  Deckel an unserer „Kaffeestation“. Dort könnten sie sich bestimmt 4 Wochen halten, aber nach wenigen Tagen ist das Glas sowieso wieder leer.

Übrigens: Ob Weizen- oder Dinkelmehl, Vollkorn oder Weißmehl, ist Geschmackssache. Die Cookies funktionieren so oder so. Hier auf dem Foto sind sie mit 630er Dinkelmehl gebacken.

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Sonntag, 2. Oktober 2016

Walnüsse einkochen

Der Herbst ist da und mit ihm noch die letzten Früchte, die wir ernten können. In diesem Fall eher Nüsse als Früchte, nämlich Walnüsse. Wenn der Erntesegen groß ist, möchte man sie gerne für die kargen Monate konservieren. Unsere Freunde Katharina und Herbert haben uns eine einfache Methode verraten, Walnüsse durch Einkochen haltbar zu machen. Das Aufwändigste daran ist es, die Nüsse zu knacken. Tipp: Macht das abends in geselliger Runde, so geht es schneller und ist richtig kurzweilig.


Die Walnüsse müssen reif, aber nicht überreif sein. Das heißt, beim Knacken innen schon mehr braun, aber noch in der Beschaffenheit, dass man zwei Hälften erhält.

Die Nüsse knacken und auf einem Backblech ausbreiten. Bei 110 Grad Umluft so lange im Backofen trocknen bis kein Wasser mehr an der Scheibe kondensiert. Zwischendurch vielleicht mal ganz kurz die Backofentür öffnen, damit der Wasserdampf abziehen kann.

Walnüsse heiß und trocken in sehr saubere Twist-off-Gläser füllen, fest verschließen und noch mal 30 Minuten bei 110 Grad in den Ofen stellen.

Die Walnüsse bleiben bei dieser Methode knackig und lassen sich so bis zu 1 Jahr aufbewahren. Man hat sie schnell zum Backen und Kochen zur Hand und sie versperren keinen Platz im Eisschrank.


Nur Nüsse sammeln, die bereits unten liegen. Es bringt nichts, mit einem Stock Nüsse zu rütteln. Diese Nüsse sind noch nicht wirklich reif!!
Übrigens, nicht an allen Walnussbäumen in der Landschaft kann gesammelt werden. Oft gehören die Bäume einem Bauern, sind also fremdes Eigentum. Für den Bauern bedeuten die Walnüsse vielleicht eine wichtige Zusatzeinnahme. Das gilt auch für Apfel- und andere Obstbäume. Also, bitte vorher einfach mal erkundigen!

Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Dienstagsdinge und Meertje sehen.

Montag, 13. Juni 2016

Zitronenmelisse-Sirup und ein Traum

Ich habe einen Traum! Angefangen hat alles an einem verregneten Sonntagnachmittag vor einigen Wochen, als ich zufällig auf ein Video von " Tastemade Heritage" gestoßen bin. Und da hat es bei mir einfach klick gemacht.

Leider kann man das Video von Taastemade nur noch gegen Gebühr anschauen.  Ich habe deshalb ein anderes, leider weniger ausführlicheres und bezauberndes Video verlinkt. Schaut es euch mal selbst an:

https://www.youtube.com/watch?v=vlMDhgvjtOE

Die Idee, LEBENSmittel frisch, in bester Qualität vor Ort zu haben und daraus einfache, köstliche Mahlzeiten zu kochen, ist faszinierend. Wieder einen Bezug zu unserem Essen zu haben und mehr mit den Jahreszeiten zu leben, erscheint mir für mich gerade ganz wichtig. Und so langsam, nach und nach, fragte ich mich: Warum eigentlich nicht?

Ich kaufe jetzt schon lange weitgehend alles mittwochs und samstags auf unserem Wochenmarkt in Groß-Umstadt und suche für andere Dinge nach guten Einkaufsquellen. Milch holen wir schon lange beim Bauern. Vor allem, seit ich mich für mein Buch "Statt Plastik" intensiv mit der Verpackungsindustrie beschäftigt habe, hat sich für mich ganz viel verändert. Ich weiß, dass meine Familie und ich hier schon auf einem guten Weg sind. Aber trotzdem, der Wunsch, selbst auch Lebensmittel zu produzieren, sitzt seit dem Video ziemlich vorne in meinem Kopf.

Ein erster Schritt dazu werden eigene Hühner sein. Okay, nur 3 Stück und die auch zusammen mit meiner lieben Nachbarin, aber so habe ich schon mal frische Eier von glücklichen Hühnern. Zum Glück gibt es schon ein altes Hühnerhäuschen auf unserem Grundstück. Früher wurde es von unseren Kindern als "Sommerhäuschen" zum Spielen genutzt, dann diente es lange als Rumpelkammer und jetzt wird es wieder in Schuss gebracht. Wenn die Hühner eingezogen sind, werde ich davon berichten.

Ein  weiterer großer Schritt wird im August gegangen, dann bekomme ich meine ersten Bienenstöcke. Ich mache ja seit über einem Jahr einen Imkerkurs (Zufall?) und dann ist es endlich soweit. Ich freue mich schon darauf, bin aber auch aufgeregt, ob ich das alles so hinkriege.

Ja, und unser kleiner "Nutzgarten", der bisher fast nur aus Küchenkräutern, Tomaten- und Paprikapflanzen besteht, reicht mir nun auch nicht mehr aus. Auch da möchte ich gerne etwas verändern. Aber da bin ich mir noch nicht sicher, wie ich das lösen kann. Mal gucken. Zum Glück haben wir bereits eine Menge Obstbäume, das ist ja auch schon mal schön.

Gestern früh habe ich Zitronenmelissen-Sirup fertig gekocht und in Flaschen abgefüllt. Das war schon mal ein gutes Gefühl. Die Zitronenmelisse wuchert in meinem Garten und wird außerdem noch als Tee getrocknet und zu Kräutermischungen verarbeitet. Ein gutes Gefühl!
















Zitronenmelisse, 2 Liter Wasser, 2 kg Zucker, 3 Bio-Zitronen, 1 Apfel

Die Zitronenmelisse vorbereiten. Für den Sirup braucht man etwa 4 Hände voll schöner Blätter. Den Apfel entkernen und in kleine Würfel schneiden. Eine Zitrone in Scheiben schneiden, die anderen beiden Zitronen auspressen.
Das Wasser zum Kochen bringen, den Zucker zugeben und unter Rühren ganz auflösen. Die restlichen Zutaten dazugeben und einmal aufkochen lassen. Vom Herd nehmen und 2 Tage stehen lassen.
Flaschen gut spülen und im Backofen sterilisieren. Ich stelle sie dazu in den kalten Ofen, heize ihn auf 100 Grad und lass die Flaschen dann noch 10 Minuten darin stehen. Den Sirup erneut kurz aufkochen lassen und heiß in die ebenfalls noch heißen Flaschen abfüllen. Sofort verschließen. Ergibt ca. 3 Liter Sirup.

Der Sirup schmeckt lecker in Mineralwasser, zu Sekt und ganz bestimmt zu einer ganzen Menge anderer Gelegenheiten. Probiert's einfach mal aus!

Wenn man sauber arbeitet hält sich der Sirup mindestens ein Jahr. Und dann gibt's ja wieder neue Zitronenmelisse ;-)

Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Dienstagsdinge und Meertje sehen.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Herzhaftes Granola

Granola steht hierzulande meist für süßes Knuspermüsli. Eine Version davon habe ich hier ja schon mal gezeigt. Aber Granola kann auch herzhaft: Als Topping auf Salaten, Suppen, belegten Broten, Grillkäse und Pürees ist es DIE leckere, knusprige Ergänzung. Auch in größeren Mengen als "Füller", wenn aus dem Salat mal eine Hauptmahlzeit werden soll, ist das herzhafte Granola genial.
















125 ml  neutrales Öl (hier Rapsöl)
2 EL groben Senf
1 EL Honig

200 g Haferflocken
100 g Buchweizen-Schrot
150 g Kerne, Nüsse  und Samen (ich habe hier je 50 g Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und hellen Sesam verwendet)
Salz
Pfeffer
3 EL frischer Rosmarin, fein geschnitten


Öl, Senf und Honig gut verrühren. Die restlichen Zutaten dazu geben und so lange mischen, bis alles "angefeuchtet" ist. (Keine Angst, es sieht erst so aus, als ob die Flüssigkeit viel zu wenig wäre. Aber das reicht.)

Auf ein Backblech geben und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad 20 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit einmal gut durchmischen. Achtung, nicht zu dunkel werden lassen.

Das Rezept ergibt etwa 1 Liter  Granola und hält sich in einem Vorratsglas bei Zimmertemperatur mindestens 4 Wochen. Wenn es sich hält... ;-)

Übrigens auch ein schönes Mitbringsel, beispielsweise zur nächsten Grillparty!

Dienstag, 29. März 2016

Vom Glück der kleinen Dinge

Ich finde ja, man sollte es sich möglichst schön machen. Warum auch nicht? Vor allem in den kleinen Dingen gibt es viel Potential. Den Tisch schön decken, Lieblingsmusik hören, eine schöne Handcreme, ein Kinobesuch. Ganz bewußt, um es sich gut gehen zu lassen. Denn wenn es uns selbst gut geht, können wir auch zu anderen netter, großzügiger, gelassener sein. Eine Tür aufhalten, ein Lächeln, ein nettes Kompliment, jemanden in der Schlange vorlassen - das kostet alles nichts und kann doch einem Anderen eine Freude machen. Und der macht dann wieder jemandem eine Freude und der wieder jemanden... Quasi im Schneeballsystem "Random Acts of Kindness".  Fangen wir doch einfach mal damit an und machen die Welt ein wenig mehr zu einem besseren Ort.































Ein zuverlässiger Moment des kleinen Glücks ist bei mir morgens, wenn ich noch vor dem Frühstück die Wasserkaraffe frisch mache. Kaltes Leitungswasser, dazu 1-2 Scheiben Zitrone und etwas frische Minze.































Einfach, kostet ganz wenig und hebt doch die Stimmung. Wir haben dazu eine Karaffe, deren Deckel zwar die Flüssigkeit herausfließen läßt, die groben Teile aber zurück hält. Das ist genial und man kann sich leicht eingießen. Ist die Karaffe leer, wird sie einfach wieder mit Wasser aufgefüllt. Zitrone und Minze bleiben über den Tag frisch und lecker.






















Eigentlich nur eine Karaffe  mit Wasser, für mich ein großes kleines Glück. Was macht dich glücklich?

Montag, 22. Februar 2016

Flache Kuchenlagen: Hex', hex'

Wahrscheinlich bin ich mal wieder die Einzige, die das bisher noch nicht kennt. Als ich heute bei der Dramaqueen über Backringe aus Stoff gelesen habe, war ich elektrisiert. So etwas gibt es?? Wofür braucht man die denn???? Ach, damit die Kuchenlagen beim Backen nicht häßlich kuppelförmig, sondern wunderbar eben aufgehen!! Ach so? Ahaaa!!

Plötzlich erschien mir mein Leben weniger bunt, wenn ich nicht auch solch tollen Backringe aus Stoff hätte;-) Allerdings sind 20 € plus Versandkosten auch kein Pappenstiel. Andererseits backe ich ja auch gar nicht so oft und so gerne... Aber die Dinger aus dem Shop sahen so schön aus und flüsterten die ganze Zeit: Kauf mich!

Hmm, die Backringe sahen jetzt nicht allzu kompliziert aus und eine Internet-Recherche ergab, dass sie das tatsächlich auch nicht sind. Manche Leute nehmen einfach einen nassen Stoffstreifen, manche wickeln nasses Zeitungspapier in Alufolie - das Prinzip scheint also bekannt zu sein. Aber das Auge backt doch mit!!!
 
Nach längerem Grübeln beschloss ich, als  Kompromiss die Backringe selbst zu machen. Geld gespart, Stofflager abgebaut und trotzdem das tolle Gimmick bekommen. Ha, winwinwin-Situation!!































Falls noch jemandem außer mir die Anwendung von Backringen nicht geläufig ist:
Den Teig in die Kuchenform füllen. Den Backring unter den Wasserhahn halten und richtig nass machen. Auswringen und um die Kuchenform legen, mit der Schlaufe fixieren. Kuchen wie gewohnt backen.































Natürlich habe ich auch gleich mal einen Probekuchen gebacken. Und was soll ich sagen: Es funktioniert wirklich. Jetzt steige ich auch in die gehobenere Back-Liga auf. Gewußt wie....

Hier ist das Tutorial:

Für eine Springform (26 cm) braucht man

Außenstoff: 2 mal 8 x 95 cm

Futter: 5 x 85 cm Frottee oder ähnliches (z.B. aus einem alten Handtuch)

Schlaufe: 1 mal 8 x 8 cm


- Für die Schlaufe den Stoff an den Längskanten an beiden Seiten je 2 cm nach links bügeln, zusammenklappen und noch mal bügeln. Man erhält so ein Stück 8 x 2 cm. Rechts und links entlang der langen Kanten absteppen.
- Den 8 cm langen Streifen links auf rechts auf einen Außenstoff legen (beide schöne Seiten sind oben!). Der Abstand zum seitlichen Rand ist ca. 10 cm. Ganz am Rand mit Zickzack-Stich anheften.
- Den Frotteestreifen auf die linke Seite eines Seitenstreifens mittig auflegen. Ich habe einfach an einigen Stellen mit Klebestift nach fixiert.
- Nun die Streifen in Position legen: Außenstoffe rechts auf rechts zusammenlegen, mit Stecknadeln fixieren und beide Längskanten 1 cm breit absteppen. Wenden und bügeln. Die Nahtzugaben an den kurzen Kanten 1 cm nach innen legen und die Kanten ebenfalls absteppen. Wer will, kann noch einmal längs durch die Mitte steppen oder mit Zierstichen nähen, um den Frotteestreifen endgültig zu fixieren. Dabei unbedingt die Schlaufe auslassen.


Für eine Springform mit einem anderen Durchmesser ergeben sich die Maße wie folgt:
Außenstoff: Breite: Umfang plus 12 cm; Höhe: Randhöhe plus 2 cm

Frotteestoff: Breite:Umfang plus 5 cm; Höhe: Randhöhe minus 1 cm

Schlaufe: Breite: 8 cm; Höhe: Randhöhe plus 2 cm



Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Handmadeontuesday , Dienstagsdinge und Meertje sehen. 

Donnerstag, 18. Februar 2016

Für den Fernsehabend: Nachos mit Käsedip

Im Februar häufen sich ja gerne mal die etwas amerikanischeren Fernsehereignisse. Klar, ich denke an Superbowl, Oscar-Übertragung und so. Und da braucht es natürlich auch die passende Snackbegleitung dazu. Für mich gerne Nachos mit Käsedip.

Das Originalrezept geht mit Toastschmelzkäsescheiben, was aber in einen mittelmäßigen Plastikwahnsinn ausufert. Alle Scheiben sind einzeln noch mal in Plastik eingeschlagen. Stattdessen nimmt man lieber (nicht zu stinkige) Käsereste aus dem Kühlschrank, evt. muss noch mit etwas Speisestärke nachgedickt werden. Das finde ich aber auch nicht dramatisch und dem Geschmack tut es keinen Abbruch. Einfach mal ausprobieren ;-)



100 ml Milch, 50 ml Sahne, 1/2 TL Salz, 2 TL Sambal Olek, 1 TL Senf, 250 g geriebener Käse, 1 EL Weißweinessig, Paprika edelsüß

Milch, Sahne, Salz, Sambal Olek und Senf heiß  werden lassen,  dann den Käse hinzugeben und unter Rühren schmelzen lassen. Den Essig unterrühren und mit Paprika edelsüß abschmecken.
Ist der Dip noch zu dünnflüssig, 1-2 TL Speisestärke mit etwas Wasser anrühren, unterrühren und kurz aufkochen lassen.


Sambal Olek ist auch ein kleiner Stilbruch, klassisch kommt die Schärfe durch Chilies oder Harissa, aber ich finde Sambal Olek schöner zu portionieren und es schmeckt auch superlecker.

Übrigens, Nachos kann man auch leicht selbst machen. Guckt mal hier.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Mozzarella wie von de Cheffe

Das wollte ich schon lange mal ausprobieren: Mozzarella selbst machen. Außer Milch braucht man noch Lab und Zitronensäure, beides bekommt man im Käsereibedarf oder in der Apotheke. Und da heute bei dem Dreckwetter sowieso keine großen Aktivitäten anstanden, konnte der Versuch starten.




Am Milchautomaten habe ich unterwegs beim Einkaufen größere Mengen frische Milch geholt. (Blöd, wenn man nicht mehr so ganz genau weiß, wieviel für das Rezept nötig ist. Aber die kommt unter...) Ich hatte mir dieses Rezept vorher ausgesucht, weil sich die Herstellung hier relativ einfach gelesen hat.


Zuerst wurde bei mir der Bruch nicht so richtig fest. Da aber die Angabe 1/4 TL Lab auch etwas vage ist, habe ich noch mal genau so viel Lab mit etwas Wasser angerührt und dann hat es funktioniert. Ich denke jedenfalls, dass es so aussehen soll.

Am Schluss wird der Bruch in die heiße Molke getaucht, herausgeholt und geknetet, wieder getaucht, geknetet usw. Dann entsteht auch die für den Mozzarella typische "zähe" Konsistenz und man kann ihn zu glatten Bällen formen. Das konnte ich leider nicht fotografieren, da ich ja beide Hände voll zu tun hatte.


Das Ganze ist nicht kompliziert und ich finde es immer interessant zu wissen, wie die Lebensmittel denn genau hergestellt werden. Vom Aufwand her ist es überschaubar, ich habe inklusive Wartezeiten noch nicht mal eine Stunde dafür gebraucht.
Aus 3,75 Litern Milch habe ich ziemlich genau 350 g Mozzarella heraus bekommen. Preislich stellt sich das folgendermaßen dar: 3,75 l Milch x 0,7€/l sind 2,63 € plus Zitronensäure (hatte ich noch im Großgebinde) plus Lab (kann ich nur schätzen, max. 0,5 €) sind insgesamt 3,13 €. Energie und Zeit rechne ich jetzt mal nicht.

Der Käse ist ziemlich mild (logisch, da ungesalzen) und relativ fest (quitscht beim Kauen). Etwas lockerer wird er laut Rezept, wenn "man den Käsebruch nicht zu fest werden lässt und später nicht zu viel knetet."
Aber ich weiß, was drinnen ist und es wurde kein Plastik dabei verwendet. Außerdem geht ja auch das Gerücht um, dass für Büffelmozzarella die männlichen Kälbchen getötet werden. Sollte das stimmen, wäre das noch mal ein großer Pluspunkt.

Schön ist auch, dass man  die Größe der Kugeln selbst bestimmen kann. Von miniklein bis groß ist alles machbar. Im Internet habe ich sogar geflochtene Mozzarella-Zöpfchen gesehen. Mini-Mozzarellas zum Einlegen wären doch sicher auch eine gute Idee...

Ich lege die Kugeln jetzt noch mal in ein Sahne/Wasser-Gemisch, damit sie sich schön frisch halten.
Buon appetito!

Ich schicke diesen Post sehr gerne zu der Linkparty: einfach.nachhaltig.besser.leben. Hier finden sich viele tolle Ideen, wie man im Alltag Plastik sparen kann.

Montag, 18. Januar 2016

Arabisches Kaffeegewürz

Ich bin eine richtige Kaffeetante. Am allerliebsten Cappuccino.  Und wenn auf dem Milchschaum auch noch ordentlich was drauf ist, um so besser!

Ich weiß, der klassische Cappuccino bleibt oben "nackisch".  Mir schmeckt's aber "de Luxe" einfach besser. Deshalb habe ich mir letztens dafür eine Kakaomischung gemixt: 2 TL Backkakao (entölt, sonst fällt der Milchschaum zusammen!), 2 TL Puderzucker, 1 Msp. gemahlene Vanille. Das schmeckt schon richtig fein und kommt mir als Schokoladenjunkie  sehr entgegen. 



Nun bin ich aber hier auf ein Rezept Arabisches Kaffeegewürz gestoßen und ich muss sagen: Hat was! Bisher habe ich es nur auf Cappuccino ausprobiert,  aber auch auf Süßspeisen und Kakao soll es sehr lecker sein. Wird demnächst getestet.

Je 1 TL Kardamom, Nelken,und Zimt sowie je 1/2 TL Piment,  schwarzer Pfeffer, Muskatnuss und  Vanillezucker mischen. Fertig. Natürlich sind die Gewürze intensiver, wenn sie frisch gemahlen werden. Aber auch mit bereits gemahlene Gewürzen ist die Mischung immer noch sensationell. Einfach mal ausprobieren! Man gibt eine gute Prise davon auf den Milchschaum.

Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Handmadeontuesday , Dienstagsdinge und Meertje sehen.

Sonntag, 27. Dezember 2015

Feuerzangenbowle Outdoor

Am 2. Weihnachtsfeiertag laden wir seit ein paar Jahren abends Freunde zur Feuerzangenbowle ein. Nichts Großes, nur ein gemütliches Beisammensein. Alle bringen Reste vom Weihnachtsessen mit (obwohl viele dieser "Reste" so aussehen, als seien sie frisch gemacht) und so kommt immer ein wunderbares Buffet zustande. Die Feuerzangenbowle bereitet mein Mann in der Küche vor, zur Feier wird aber der Topf mit der Bowle draußen auf den Grill gestellt. Wenn dann der Zuckerhut mit Rum übergossen wird und brennt, stehen wir alle drum herum und haben es gemütlich. Ein Fest ganz ohne Anstrengung oder Stress, aber einfach schön. Alle Jahre wieder ;-)































Da die Feuerzange den Topf nicht ganz überspannt, wird sie mit Draht an einer Metallstange befestigt. Mcgyver goes Xmas...

Das Rezept ist von hier und schmeckt wirklich toll. Und gibt garantiert keine Kopfschmerzen! Hier noch ein paar Fotos von den Vorbereitungen: