Montag, 27. Juli 2015

Brettgeschichten

Ich mag Holzbretter. Sie sind einfach schön. Heute möchte ich drei ganz unerschiedliche Schneidebretter aus meiner Küche vorstellen. Jedes der 3 Bretter hat eine ganz eigene Ausstrahlung und es macht Freude, damit zu arbeiten. Wußtet ihr eigentlich, dass Holzbretter viel hygienischer sind als Plastikschneidebretter? Im Holz enthaltene Gerbstoffe wirken antibakteriell. Bei jedem Schnitt wird erneut Gerbsäure freigesetzt, die Wirkung erneuert sich also permanent. Bei Plastikschneidebrettern werden die Schneidrillen dagegen zu wahren Keimschleudern.
Es reicht übrigens, Holzbretter mit warmem Wasser abzuwaschen und gut zu trocknen.



















Das kleine, schmale Brett habe ich auf dem Markt in unserer Partnerstadt in der Toskana gekauft. Dort werden sie von einem Handwerker aus Eichebrettern gesägt und geschliffen. Die Form hat mir gut gefallen, weil sie beispielsweise schön auf dem Abendbrot-Tisch praktisch sind, um Hartwurst oder Käse vom Stück zu schneiden. Wenn es dann wieder sauber ist, wird das Brett an der Reling aufgehängt. Und ein bisschen Erinnerung an die Toskana hängt auch noch daran.

Das große rötliche Brett hat uns unser Freund Stefan gemacht. Ursprünglich war es ein alter Kirschbaum (oder so?), der zusammengebrochen ist. Stefan hat daraus Bretter gesägt, glatt gehobelt und noch glatter geschliffen und mit Öl eingelassen. Das Brett ist ein richtiges Luxusstück und wird von mir hauptsächlich als Wurst- oder Käsebrett genommen, wenn Gäste da sind.











Das dritte Brett ist ein einfaches Schneidebrett vom Möbelschweden. Es wohnt schon lange bei uns und hat jetzt ganz neu ein breites Bohrloch als Aufhängung bekommen. Ursprünglich wollte ich noch ein Stück Lederriehmen als Schlaufe durchziehen und vernieten. Das hätte zwar bestimmt schön ausgesehen, aber praktisch fand ich es dann doch nicht. Wenn man mit dreckigen Händen da dran kommt... Form follows funktion, also bleibt das Loch nackisch und passt auch so an einen S-Haken.





Samstag, 18. Juli 2015

Ringelblumensalbe

Wenn es im Garten goldgelb blüht, ist es wieder Zeit, Ringelblumensalbe anzusetzen. Die Ringelblume, oder auch Calendula officinalis, ist seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. Schon Karl der Große hat sie in seinem Apothekergarten anbauen lassen, Hildegard von Bingen schätze ihr „Ringella“ über alles und noch unsere Großmütter zogen sie im Bauerngarten, um die Blütenblätter in ihrer Hausapotheke einzusetzen.

Die Ringelblumensalbe kann als fettreiche Allroundsalbe bei Verletzungen, Blutergüssen, Quetschungen, Ekzemen, Ausschlägen, Sonnenbrand, Flechten, Fußpilz, offenen Händen, Krampfadern, Geschwüren und auch Warzen eingesetzt werden. Sie wirkt entzündungshemmend, wundheilend und schmerzlindernd.

Das Original der Salbe wird mit Schweineschmalz oder Melkfett gekocht. Da das aber nicht mehr jedermanns Sache ist, zeige ich heute eine pflanzliche Variante davon.

eine Handvoll frische Ringelblumenblüten, 150 ml Pflanzenöl (z.B. Olivenöl, Mandelöl, Rapsöl), 30 g Bienenwachs, 10 Tropfen Lavendelöl

Die Ringelblumenblüten waschen und mit einem sauberen Küchenhandtuch trocken tupfen. Öl und Bienenwachs in einer kleinen Kasserolle erhitzen, bis das Wachs geschmolzen ist. Die Blüten etwas zerkleinern und in das heiße Öl geben. Unter Rühren bei möglichst kleiner Hitze 15 Minuten ziehen lassen. Das Öl sollte nun eine gelb-orange Färbung angenommen haben. Vom Feuer nehmen, etwas abkühlen lassen und Lavendelöl dazugeben. Das Lavendelöl verbessert den Duft der Salbe und verstärkt ihre Wirkung noch.

Das Öl durch ein engmaschiges Sieb abgießen und in kleine Glastiegel füllen. Die Tiegel mit Datum und Inhalt beschriften. Im Kühlschrank oder im kühlen Keller hält sich die Ringelblumensalbe mehrere Monate.




Auf dem Foto kommt die gelbe Farbe nicht gut raus. Vielleicht auch, weil die Salbe direkt aus dem zugegeben zur Zeit sehr kalten Kühlschrank kommt. ;-)


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei  Creadienstag und Meertje sehen.

Montag, 6. Juli 2015

Wasserwunderdingens

Ich bin keine Gärtnerin. Traurig, aber wahr. Sogar mein Basilikum am Küchenfenster hat entweder nasse Füße oder er sieht jämmerlich verdurstet aus. Noch schlimmer wird's, wenn ich mit meinem Mann ein paar Tage unterwegs bin. Nicht, dass das Haus verwaist wäre. Gott bewahre! Aber an Blumengießen denkt die liebe Nachkommenschaft nun mal eher nicht. Aber TADAAAA, jetzt habe ich die Lösung: Ein DIY-Selbstbewässerungssystem, das für meine Pflanzen den Unterschied zwischen Leben und Tod bedeuten kann.


Also: Zuerst muss eine Glasflasche so präpariert werden, dass sie keinen Boden mehr hat. Dazu kann man sie mit einem (Baum-)Wollfaden umwickeln. Der Faden wird mit Nagellackentferner getränkt und angezündet. Dann die Flasche gleich in kaltes Wasser stecken. Nun sollte der Flaschenboden abspringen. Bei mir hat er das nicht ganz gleichmäßig rund gemacht, aber das stört keinen großen Geist. Damit ist schon unser Wasserwunderdingens fertig.

Man steckt die (natürlich offene!) Flasche mit dem Flaschenhals in die Erde und füllt Wasser hinein. Die Flasche gibt nun nach und nach das Wasser an die Erde ab. Je nach Hitze, Flaschengröße und Durst der Pflanzen kann das unterschiedlich lange dauern. Bei normalem Wetter, nicht bei dieser Bullenhitze, können die Pflanzen so auch schon mal einen Kurzurlaub gut überdauern.
Hier seht ihr übrigens meine Pfefferminzplantage samt (fast unsichtbarer) Bewässerungsflasche in einer alten Weinkiste vor der Haustür.

Das Ganze könnte man auch mit PET-Flaschen machen. Wollte  ich aber nicht, ich benutze ja nach Möglichkeit  kein Plastik mehr.


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei  Creadienstag und Meertje sehen.

Freitag, 3. Juli 2015

Sommerdrink

Saharaluft und 36 Grad, da heißt es trinken, trinken, trinken. Und wenn man das olle Wasser satt hat, mixt man sich eben mal was Schickes: Einen Sommerdrink mit etwas Sirup, Minze, Crush-Eis und frischen Johannisbeeren. Mit Mineralwasser auffüllen. Lecker!

































Eine Freundin hat mir zu meinem Plastik-Projekt eine Packung Papierstrohhalme geschenkt. Die kommen hier wunderbar zum Einsatz. A propos "Statt Plastik": Die Arbeit an meinem Buch ist fertig, jetzt habe ich wieder Zeit und Muse für meinen Blog. Ich freu mich schon darauf!!