Donnerstag, 9. März 2017

Before I die

Anlässlich des Weltfrauentages haben wir uns in unserem Städtchen mit der wundervollen Installation der Wand „Before I die“ der taiwanesisch-amerikanischen Künstlerin Candy Chang beschäftigt. Candy Chang kam aufgrund eines persönlichen Verlustes auf die Idee, Menschen daran zu erinnern, was im Leben für sie wirklich zählt. Sie schrieb die Frage „Before I die – I want to…“ (bevor ich sterbe möchte ich…) im Jahr 2011 auf eine Tafel und installierte sie nach Genehmigung an einem alten Haus in New Orleans. Dabei stellte sie die Frage nicht nur an sich, sondern auch an andere Menschen. Der Ernst ihrer Frage war ihr sehr wohl bewusst, als sie diese in großen Buchstaben an ihre Installation schrieb. Die Tafel blieb nicht lange leer: Menschen jeden Alters, Spaziergänger, Passanten, Besucher, Neugierige füllten sie mit ihren Eintragungen. Je mehr sie wuchs, desto mehr wurde eine spannende, berührende und sogar lebensfrohe Aktion daraus. Obwohl die Installation nur lokal gedacht war, ging sie durch das Internet um die ganze Welt und begeisterte die Menschen. Mindestens 400 Tafeln „Before I die“ stehen mittlerweile in 76 Ländern, wurden in 25 Sprachen aufgegriffen und lokal umgesetzt.


Unsere Aktion wurde sehr gut angenommen. Nach einer Stunde war die Tafel schon gefüllt. Wir machen dann ein Foto und wischen die Texte wieder ab, um Platz für neue Eintragungen zu schaffen. Die Fotos sammeln wir natürlich. Daneben regt die Tafel zu wirklich interessanten Gesprächen bei den Passanten an.

Die Tafel selbst ist ein Platte mit Tafelfarbe gestrichen. Die Schriften sind mit dem Schneideplotter aus Stencilmaterial ausgeschnitten und dann mit Acryllack aufgerollt.

Wer sich näher damit auseinandersetzen möchte, kann hier weitere Informatinonen finden.

Donnerstag, 23. Februar 2017

Turnbeutel-Premiere!






























Lange schon stand ein Turnbeutel auf meiner Nähliste. Da ich jetzt für eine liebe Freundin ein Geburtstagsgeschenk gesucht habe, konnte ich endlich einen umsetzen. Ich verschenke mittlerweile fast nur noch Selbstgemachtes. Das ist persönlicher und ich hoffe, der oder die Beschenkte freuen sich über die Zeit, die man "investiert" hat.

Schnitt und Anleitung sind von hier. Den Boden habe ich aus SnapPap genäht, die beiden oberen Stoffe sind aus dem Fundus. Beim nächsten Mal werde ich aber auch für den Boden Stoff nehmen. Das SnapPap ist vor allem beim Eckennähen sehr störrisch. Sieht aber zugegebenermaßen gut aus.
 
Die Schlaufen für die Kordel sind ebenfalls aus SnapPap, ebenso das Label. Dafür habe ich mir schon vor einiger Zeit einen Stempel mit meinem Schriftzug machen lassen. Mit wasserfester Stoffstempelfarbe kann man so wunderbar (waschbare!) Label selbst herstellen.

Der Tunnel für den Kordeldurchzug ist aus einem passenden Pünktchenstoff genäht. Wie gut, dass man einen großen Stoffvorrat hat ;-)

Resümee: Gefällt und wird bestimmt bald noch mal genäht. Vor allem für den Sommer sind Turnbeutel ein toller Taschenersatz. Locker über die Schulter gehängt oder auch als Rucksack getragen sind sie praktisch und schön. Und wie gesagt, auch als Geschenk sehr persönlich...

Samstag, 4. Februar 2017

Küchenregal DIY

Ende letzten Jahres habe ich mir eine neue Getreidemühle angeschafft, extra mit Steinmahlwerk. Tja, und dann kam das gute Stück und stand wie ein Fremdkörper in meiner Küche herum. Da war  es im Weg, da sah es schrecklich aus... Nicht gut! Aber dann hatte ich die rettende Idee: Ich habe mir ein Regal "drumherum" gebaut, das alles rund ums Backen aufnimmt. Natürlich Getreide, aber auch Mohn, Sesam, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und was sonst noch für die Brot- und Brötchenbäckerei gebraucht wird. Und plötzlich hat die Mühle ihren "richtigen" Platz.






























Als Krönung habe ich mir alte Glasschütten besorgt, die ins Regal integriert das Ganze ziemlich aufpeppen. Das restliche Regal wurde quasi drumherum geplant.


Das Holz habe ich im Baumarkt gleich nach meiner Liste zuschneiden lassen. So schön sauber und exakt könnte ich das gar nicht mit unserer Stichsäge. Dann habe ich in die Seitenbretter mit Hilfe  einer selbstgemachten Schablone 5 Millimeter tiefe Löchern gebohrt, so dass ich die Bretter später auch in der Höhe verstellen kann. Tipp: Um nicht zu tief zu bohren, ein Stück Washi-Tape in der richtigen Höhe am Bohrer anbringen. Klingt unglaublich, hilft aber wirklich.
Das Schüttenregal und das obere Regalbrett habe ich fest angeschraubt, damit das Regal insgesamt stabil wird. Außerdem habe ich das Regal noch mit Winkeln an der Wand befestigt.






























Die senkrechten Abtrennungen zwischen den Glasschütten sind einfach mit Holzleim festgeklebt. Hält trotzdem richtig fest.











Die Gläser (außer den Schütten) sind komplett von I*EA. Ich finde ja, es hat fast was von einem Kinderkaufladen ;-)


Und hier noch mal bei Licht. Wirkt gleich ganz anders.






























Im Stil ist dieses Regal meinem anderen Küchenregal nachempfunden. Aber das Beste daran ist, dass ich es wirklich von Anfang bis Ende selbst gebaut habe. Eigentlich nur mit einem Akkuschrauber. Frauenpower eben ;-)


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Dienstagsdinge , Handmadeontuesday und Meertje sehen.

Montag, 2. Januar 2017

Topflappen

Am Neujahrsmorgen, als noch alle schliefen, hatte ich es in meinem kleinen Arbeitszimmer ganz ruhig und gemütlich. Ich habe gar nichts Großes gemacht, nur aus den Resten von den Shoppern ein paar Topflappen genäht und gefärbt. Ging schnell, hat Spass gemacht und Topflappen kann man immer gebrauchen!

Die Labels sind diesmal aus SnapPap, Stempel und Textilfarbe selbstgemacht. So sind die Topflappen auch waschbar.

Die Aufhängung ist wie immer bei mir etwas größer. So kann ich die Topflappen besser an einen Haken an der Reling hängen.


Was dienstags sonst noch so kreativ gewerkelt wird, könnt ihr bei Creadienstag , Dienstagsdinge , Handmadeontuesday und Meertje sehen.

Sonntag, 1. Januar 2017

4. Bloggeburtstag und Tutorial "Wärmflaschen"

Heute ist mein 4. Bloggeburtstag. Nüschtübel, oder? Nach wie vor ist GRIMMSKRAM immer noch ein wichtiger Teil in meinem Leben. Deshalb freue ich mich auch schon auf das nächste Jahr!


Geburtstag heißt auch immer Geschenke. Heute habe ich für euch eine Anleitung für "Wärmflaschen", wie sie bei uns heißen. Idee und Namen dafür habe ich aus meinem Lieblingscafé, möchte es euch aber auch gerne zeigen.
Die Grundlage bildet eine 500 ml-Flasche von Weck, die ich beispielsweise auch für die Sommerdrinks gerne nehme. Diese Flaschen bekommen im Winter eine Hülle gehäkelt. Nun kann man sie mit heißen Getränken füllen und verbrennt sich trotzdem nicht die Finger. (Keine Sorge, auch nicht durch die Löcher!) Außerdem bleibt der Inhalt so länger warm.

An einem so herrlichen Tag wie heute gibt es bei mir die "Wärmflaschen" mit  einem heißen Ingwergetränk draußen auf der Terrasse. Mit dem Schaffell und einer Wolldecke kann man es hier gut aushalten. Die leckeren Vanille-Kipferln sind noch ein Mitbringsel von Weihnachten und schmecken köstlich. Die Strohhalme sind - wie der Name schon sagt - tatsächlich Strohhalme. Geht prima, ist plastikfrei und sieht urig aus.

Was man alles in die "Wärmflaschen" füllen kann, zeige ich euch demnächst. Nur so viel sei verraten: Alles lecker!

Und hier ist die Häkel-Anleitung:

Garn mit entsprechender Häkelnadel (bei mir Nadelstärke 6), man kann aber leicht auch andere Wolle verwenden. Die Zahl der Luftmaschen im Anschlag muss ein Vielfaches von 4 sein. Einfach mal anschlagen und an der Flasche messen. Es soll ruhig etwas kanpp sitzen, die Wolle dehnt sich dann noch aus.
Bei mir hat ein Knäuel Wolle genau für 3 Flaschenwärmer gereicht.

Die Arbeit wird in Runden gehäkelt, dabei verschiebt sich der Rundenanfang aber immer ein Stück weiter. Rundenende ist immer eine Kettmasche in das erste Stäbchen (d.h. die ersten beiden Luftmasche als Ersatzstäbchen) der gleichen Runde. Dann wird mit 2 Kettmaschen das Stück bis zur Mitte des vorhergehenden Luftmaschenbogens überbrückt, dann geht es wieder normal weiter. Nur in der 10. Runde wird einfach in jede Masche eine feste Masche gehäkelt. Das klingt jetzt komplizierter als es ist. Häkelt einfach mal drauf los, dann seht ihr schon, was ich meine ;-)




32 Luftmaschen anschlagen und mit einer Kettmasche zum Ring schließen.


1. Runde: 4 Luftmaschne, *2 Maschen überspringen, 2 Stäbchen, 2 Luftmaschen*, * von zu* wiederholen, bis zum Ende der Runde, in die letzte Masche 1 Stäbchen und mit einer Kettmasche in den Luftmaschenbogen zur Runde schließen


2.-8. Runde: Kettmasche, Kettmasche in den Bogen, 2 Luftmaschen, 1Stäbchen in den Bogen, *2 Luftmaschen, 2 Maschen überspringen, 2 Stäbchen in den Bogen*, von *zu* wiederholen bis zum Ende der Runde. In die letzte Masche 1 Stäbchen und mit einer Kettmasche in den Luftmaschenbogen zur Runde schließen


9. Runde: Kettmasche, Kettmasche in den Bogen, 2 Luftmaschen, 1Stäbchen in den Bogen, 1 Luftmasche, 2 Maschen überspringen, 2 Stäbchen in den Bogen, 1 Luftmasche, 2 Maschen überspringen,* von *zu* wiederholen bis zum Ende der Runde. In die letzte Masche 1 Stäbchen und mit einer Kettmasche in den Luftmaschenbogen zur Runde schließen


10. Runde: In jede Masche eine feste Masche häkeln.

Faden abschneiden und die Fadenenden verwahren.

Die Flaschenwärmer einfach von oben über die Flaschen ziehen.